Mengin schließt acht von insgesamt 13 Filialen. „Wir sind weiter fest entschlossen, am Markt zu bleiben. Dazu müssen wir uns aber von einigen Filialen trennen, so schwer das auch fällt“, erklärte Andreas Mengin, Geschäftsführer der Schuh Mengin GmbH. Die Niederlassungen in Nürnberg, Neumarkt, Fürth, Hof, Schweinfurt und Regensburg sowie eine von drei Filialen in Erlangen werden geschlossen. „Der Räumungsverkauf läuft, ist dieser beendet, schließen die Filialen“, so Mengin. „Wir wollen die rentablen Ladengeschäfte und damit 100 Arbeitsplätze erhalten.“ Die meisten Filialen seien zwar gut gelaufen, die Standortmieten seien aber zu hoch.
Im Januar hatte die Schuh Mengin GmbH beim Amtsgericht Fürth eine Sanierung in Eigenverwaltung beantragt. Das Sanierungskonzept, so Andreas Mengin, habe die Neuverhandlung der Mietverträge vorgesehen – zu einer Senkung waren die Vermieter aber mehrheitlich nicht bereit. Die Mieten machten über die Hälfte der Fixkosten aus. Aus rechtlichen Gründen sei nun die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nötig gewesen. Zum Insolvenzverwalter bestimmte das Amtsgericht Fürth Dr. Dean Didovic aus der Kanzlei Schwartz Insolvenzverwalter. „Um Mengin zu sanieren, braucht das Unternehmen eine nachhaltig belastbare betriebswirtschaftliche Grundlage. Die Liste der zu schließenden Filialen wurde daher einer Überprüfung unterzogen“, so Didovic. „Das Ziel, Mengin zu sanieren, bleibt bestehen – wir haben aber auch die Belange der Arbeitnehmer im Blick“. Man wolle die ertragsstärksten Filialen in Erlangen und Ansbach erhalten, dies geschehe nun unter Aufsicht der Insolvenzverwaltung, so Didovic.
Nach Angaben des Insolvenzverwalters laufen derzeit Gespräche mit mehreren Investoren. Zu Details der Verhandlungen wolle er sich jedoch noch nicht äußern. „Es besteht aber durchaus Interesse an der Beibehaltung der Marke Mengin“, so Dr. Dean Didovic gegenüber schuhkurier.