Dr. Dominik Benner zeigte sich mit dem Verlauf des ersten Halbjahres zufrieden. „Die Umsätze lagen über unseren Erwartungen und wir konnten die Artikel unserer Händler auf immer mehr Kanälen aktiv verkaufen. Es stimmt uns positiv, dass wir gerade im Mai und Juni sehr viele neue Anfragen von Händlern erhalten haben und nun im Onboarding sind“, so der Gründer. Im gesamten ersten Halbjahr habe es bei Schuhe24 zwei Kündigungen gegeben, während 41 neue Händler hinzukamen. Auch die Anzahl der Filialen ist laut Schuhe24 bis Juni dreistellig gestiegen auf deutlich über 1.000. Die neu gewonnen Händler umfassten dabei von kleinen Fachgeschäften bis zu Filialisten mit 30 Standorten alle Größenklassen. Neben Händlern wurden auch deutsche Hersteller selektiv angebunden. Die Ausrichtung als neutrale, branchenübergreifende Plattform ist dabei aus Sicht von Benner entscheidend: „Die Händler kommen aus allen Richtungen, allen Verbundgruppen und auch viele freie Händler, ebenso Onliner sind dabei. Es zahlt sich aus, dass wir 45 Kanäle für alle Händler bespielen, um so Erfolg für diese zu generieren.“
Für Stefan Depker, Leiter Händlerbetreuung, war das erste Halbjahr vor allem durch eine Ausweitung der Händlerbasis geprägt: „Die Frequenz stationär steigt nicht, online wächst der Markt aber zweistellig. Wir haben noch nie so viele Anfragen von Händlern gehabt wie im ersten Halbjahr. Gerade auch größere Händler, die bisher online kritisch oder selbst online aktiv waren, sehen Schuhe24 als wichtigen Kanal, um Umsätze wieder zu erreichen. Damit Händler schneller online gehen, ist unser neues Echtzeit-Kassen-Tool für die Bestellverarbeitung inzwischen bei sehr vielen Filialen ausgerollt.“ Die Verknüpfung der Kanäle Schuhe24, Outfits24 und Sportmarken24 wurde per Juni 2019 IT-seitig abgeschlossen, so dass nun auch Händler übergreifend über verschiedene Plattformen ihre Ware anbieten. „Dieser Meilenstein war für uns wichtig, weil Händler oft verschiedene Segmente haben, von Sport bis Kleidung und Schuhen, und wir so deren Wunsch gerecht werden, nicht nur Schuhe zu verkaufen, sondern jede Warengruppe über die passenden Online-Shops zu vertreiben. Der Modemarkt ist dabei deutlich größer als der Schuhbereich. Unsere vier Online-Shops sind hier erst der Anfang“, so Dominik Benner.
Für August ist geplant, die bestehende Umsatzprognose zu aktualisieren und eine Aussage über das künftige Wachstum zu geben. Schuhe24 hat sich das Ziel gesetzt, in den nächsten zehn Monaten zwei weitere Branchen zu digitalisieren und das Geschäftsmodell auf weitere Bereiche zu übertragen. „Unser Ziel ist es, Händlern in verschiedenen Branchen Lösungen für die Digitalisierung zu bieten, dies müssen wir schneller machen als bisher. Dies geht nur mit eigenen IT-Lösungen, besserer Logistik, kleineren Teams und Branchenexperten, die wir gewinnen möchten. Wir erfinden uns hier gerade neu, in zwei Monaten wird es konkret“, so Geschäftsführer Benner.