„Wir freuen uns sehr, zusammen mit der Plattformgruppe von Schuhe24 gemeinsam zu wachsen. Unser Fokus, hochwertige Modeanbieter als Plattform anzubinden, ist spätestens seit Farfetch ein Erfolgsmodell. Unser Wachstum in diesem Jahr war gut und wir konnten in Coronazeiten vielen Boutiquen mit Online-Umsätzen helfen“, so Vanessa Kaiser, die MyStationary auch weiterhin als Geschäftsleitung verantworten wird. Die Gründungsgesellschafterin Felicia Ritter wird ebenfalls wieder in das Unternehmen zurückkehren und dort den Händlerbereich als Geschäftsleiterin leiten. „Unsere wichtigsten Brands wie Closed, Luisa Cerano, Second Female, Dorothee Schumacher oder Steffen Schraut sind nicht Mainstream. Daher möchten wir genau jene Boutiquen anbinden, die solche Brands haben und ausbauen. Bezahlbare Exklusivität statt Masse, das ist unser Fokus“, so Ritter.
Der Gründer der Schuhe24-Gruppe, Dr. Dominik Benner, sieht in der Übernahme einen wichtigen Eckpfeifer der künftigen Strategie: „MyStationary bedient Händler und Boutiquen, die bislang nicht in unserem Fokus waren. Insofern ist die Akquisition sehr sinnvoll. Wir haben künftig so einen eigenen Luxusbereich, den wir in einer separaten Einheit ausbauen möchten, der Warenkorb liegt hier bei deutlich über 200 Euro.“ Die Akquisition von MyStationary stelle eine Fortführung des Wachstums der Schuhe24-Gruppe dar: Im Jahr 2013 wurde die Plattform für Schuhhändlern gegründet, inzwischen werden zahlreiche Branchen wie Juweliere, Modehändler, Sporthändler und Lederwaren als eigene Plattformen betrieben. Über 2.000 Geschäfte sind nach Angaben von Benner an das System der Schuhe24-Gruppe angebunden, im ersten und zweiten Quartal 2020 seien hunderte Geschäfte hinzugekommen und der Umsatz um über 40% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Für dieses Jahr sollen zwei weitere Branchen als digitale Plattform gelauncht werden.
Der Sitz der Gesellschaft wird München bleiben. Ab Herbst wird ein neues Büro in München bezogen werden. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.