We Want Shoes ist nach eigenen Angaben die führende Online B2B Order-Plattform für Schuhe und Mode in Europa. Über 18.500 Händler können dort direkt in digitalen Showrooms der Hersteller ordern. Derzeit werden rund 200 Showrooms von Herstellern betrieben, darunter Josef Seibel, Camel Active, Ricosta und Unisa. Im Oktober ist Schuhe24 ist mit einem Anteil von 40% an der We Want Shoes GmbH eingestiegen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Bewertung lag im einstelligen Millionenbereich. Die Geschäftsführung verbleibt bei Saydou Bangoura.
Die Gründe für die Beteiligung von Schuhe24
Für den Gründer von Schuhe24, Dr. Dominik Benner, passt die Beteiligung in die Strategie: „Wir sind mehr als ein Online-Verkauf für Händler, wir wollen neben Eigenmarke das Thema Ordern belegen. We Want Shoes ist dabei führend und vor allem verbandübergreifend für 18.500 Händler in Europa aktiv. Denn nur verbandübergreifend kann eine Orderplattform gut für Hersteller und Händler sein.“ Für die Händler von Schuhe24 bedeutee dies den Vorteil, dass sowohl die Eigenmarken von Schuhe24 hierüber bezogen werden können als auch ein Best-Buy Programm eingeführt wird. Auch der Schritt in neue Branchen ist Teil der Beteiligung: „Die Technologie von We Want Shoes möchten wir auf Sport, Mode und weitere Branchen übertragen, weil wir dort auch hin expandieren“, so Benner.
We Want Shoes baut Angebot aus
Hersteller können We Want Shoes bislang sowohl als Plattform Produktpräsentation verwenden, aber auch für Order-Möglichkeiten oder als neutralen B2B-Shop nutzen. Die Content-Erstellung reicht dabei von einem reinen Upload bis hin zu kompletten Kollektionsvideos durch We Want Shoes. Für 2019 ist ein Pilot geplant, bei dem alle Schuhe durch Videos abgebildet und die Händler so optimiert ordern können. Für den Geschäftsführer von We Want Shoes, Saydou Bangoura, ist dies eine Ergänzung zum klassischen Vertrieb: „Wir sind keine Konkurrenz für den Außendienst des Herstellers, sondern eine Ergänzung 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Der
Hersteller kann so mehr Umsatz machen und neue Händler kennenlernen, die er vorher nicht kannte.“