Beteiligt sind an dem gemeinsamen Projekt neben Vertretern aus Einzelhandel und Industrie auch die beiden Verbände BTE und HDS/L, die Verbundgruppen ANWR und SABU, das Clearingcenter ECC und Warenwirtschaftsanbieter.
Hintergrund des Vorhabens ist es, dass beide Seiten, Handel und Industrie, aufgrund der sich wandelnden ökonomischen Rahmenbedingungen und deutlich geänderten Kundenpräferenzen die Notwendigkeit für eine Intensivierung des regelmäßigen und substanziellen elektronischen Datenaustausches sehen. Händler und Lieferanten wollen sich noch besser digital vernetzen und so Prozesse zwischen den Marktteilnehmern effizienter organisieren. Einerseits soll es dabei um die Vollständigkeit und Qualität von Daten gehen, zum anderen werde die Notwendigkeit zur Bereitstellung und Verwendung von Daten in elektronischer/digitaler Form offensichtlicher – nicht zuletzt auch, weil die schiere Menge an Daten stark steigt.
Um Ergebnisse zu erreichen, wurden insgesamt vier Projektgruppen innerhalb des Arbeitskreises eingerichtet. Nach dem zweiten Treffen des Arbeitskreises liegen nunmehr erste Ergebnisse mit entsprechenden Hinweisen und Forderungen für die Branche vor:
So hat sich laut BTE die Projektgruppe „PRICAT Pflichtfelder“ mit der Erweiterung von Umfang und Konkretisierung von Inhalten auseinandergesetzt. Die neuen Anforderungen sollen als Teil einer Datenqualitäts-Kampagne umgesetzt werden. Konkrete umsetzungsreife Ergebnisse sollen September veröffentlicht werden.
Ein weiterer Baustein zur Verbesserung der Datenqualität soll ein erweiterter Digitalisierungspass sein/werden, der maßgeblich vom ECC erarbeitet wurde. Er setzt auf bereits vorhandene Anstrengungen auf. Der „Digiapass“ wurde der Industrie bereits vorgestellt und auch dem Handel bereits präsentiert.
Die Projektgruppe „Information und Kommunikation“ hat ein Papier erstellt, in welchem die Vorteile bzw. der Mehrwert eines optimierten und digitalen Datenaustauschs in der Schuhbranche nochmals dargelegt werden. Ebenso werden in dem Papier die grundlegenden Erfordernisse hierfür aufgezeigt. Eine Aussendung des Papiers an alle Schuhhändler/Schuhhersteller über Newsletter/Informationsdienste der Verbände und Verbundgruppen ist für Oktober geplant. Ebenso soll eine Verbreiterung der Inhalte des Papiers bei Veranstaltungen, Hausmessen, Messen etc. erfolgen. Begleitend sollen die Verbände (BTE, HDSL, ANWR, SABU) Informationsveranstaltungen, etwa in Form Seminaren, Tagungen, und/oder Schulungen, anbieten.
BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels erklärt zur Arbeit des geneinsamen Kreises: „Die Atmosphäre ist sehr angenehm und wir kommen mit der Arbeit gut und zielgerichtet voran. Wichtig wird natürlich sein, die Dinge, die wir erarbeitet haben bzw. noch erarbeiten werden – samt Forderungen und Hinweisen – künftig konsequent umzusetzen und sich auf dem Weg dahin nicht beirren zu lassen. Zu einem optimierten Datenaustausch zählen nämlich auch ein gewisses Maß an Veränderungs- und Investitionsbereitschaft sowie die grundsätzliche Bereitschaft, Kompromisse einzugehen. Dies kann gegebenenfalls dazu führen, dass man Belange des eigenen Unternehmens, wie z.B. bestimmte Funktionalitäten einer Software oder individuelle Kriterien für die Datenformatierung, hinter allgemeingültige, durchsetzungsfähige Standards zurückstellen muss, die letztendlich allen beteiligten Parteien erhebliche Vorteile bringen.“