„Ich würde gerne etwas von dem Optimismus der Industrie mitnehmen. Momentan ist es etwas durchwachsen“, sagte BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels am 6. März in Düsseldorf. Die Lage im Schuh- und Modehandel sei schwierig: Etwa ein Drittel der Schuhhändler berichteten im Rahmen einer Umfrage des BTE aktuell von besseren Frequenzen und Umsätzen als im Vorjahr. Ein Drittel sieht sich gleichauf mit 2022, aber ein Drittel sagt, es sei deutlich schlechter als im vergangenen Jahr. Und: „Alle sagen, es sei schlechter als 2019. Bei uns ist der Optimismus also noch nicht in Gänze angekommen“, so Pangels. Dabei sei die Lage des Handels im Lichte der aktuellen Entwicklungen zu sehen. Zwar verbessere sich die Konsumstimmung. Auf der anderen Seite aber bleibe es bei einer hohen Inflation. Hinzu komme derzeit ein hoher Krankenstand bei den Mitarbeitenden. „Wir stellen fest, dass die Ladenöffnungszeiten auch bei Schuhhändlern reduziert werden“, so Pangels. Angesichts dessen sei es schwierig, den Gewerkschaften zu vermitteln, dass man gern einen verkaufsoffenen Sonntag hätte.
Was den stationären Schuhhandel aktuell beschäftigt, ist eine Vielzahl an Herausforderungen und damit verbunden auch unklaren Perspektiven: Hohe Kosten für Energie, Mieten und Gehälter, sowie die zunehmende Bürokratie und eine allgemeine Kaufzurückhaltung. Auch die steigenden Einkaufs- und Verkaufspreise belasten die Händlerinnen und Händler, ebenso der zunehmende Wettbewerb durch die eigenen Lieferanten (D2C), drohende Rückzahlungen von Corona-Hilfen, die Abwanderung der Kunden zum Onlinehandel und eine zu niedrige Eingangskalkulation.