Die in früheren Jahren gut zweistelligen Zuwachsraten des Online-Handels haben sich im Schuhmarkt laut BDSE zwischenzeitlich erheblich abgeschwächt. Über alle Internet-Vertriebslinien hinweg liege der Online-Marktanteil bei Schuhen mittlerweile bei knapp 20%, teilte der Verband mit.
“Die Online-Verkäufe des Multichannel-Schuhhandels machen schätzungsweise ein knappes Viertel des gesamten Online-Umsatzes mit Schuhen aus. Etwa doppelt so hoch ist der Anteil der Online-Pure-Player zu beziffern, deren Umsätze auch in 2016 wieder deutlich gestiegen sind”, so Brigitte Wischnewski, BDSE-Präsidentin.
Frequenz im Handel sinkt weiter
Das stationäre Geschäft leide schon seit geraumer Zeit unter rückläufigen Besucherfrequenzen, so Wischnewski weiter. “Über 80% der Schuhgeschäfte berichteten im vergangenen Jahr über sinkende Frequenzen an ihren Standorten. Im ersten Halbjahr 2017 gingen die Passantenzahlen erneut zurück, und zwar um 3 bis 4%.” Als Folge der rückläufigen Besucherzahlen in den Einkaufsstraßen intensiviere sich dort der Wettbewerb um die Kunden, zumal die Modehäuser seit geraumer Zeit verstärkt dem Schuhfachhandel mit ihren Schuhsortimenten Konkurrenz machten.