Die Geschäftsführung habe sich zur Umsetzung eines umfassenden Restrukturierungs- und Sanierungsprogramms im rechtlichen Rahmen eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung entschieden, heißt es in einer Mitteilung, die schuhkurier vorliegt.
Das Amtsgericht Hamburg habe einem dementsprechenden Antrag der Geschäftsführung entsprochen und das Verfahren in angeordneter Eigenverwaltung am 26. November eröffnet. Als Sachwalter wurde Dr. Tjark Thies, Hamburg, bestellt. Die Gesellschaft wird im Sanierungsprozess von RA Hanning Wöhren (Sozietät Ludwig/Wöhren/Schewtschenko, Hamburg) beraten.
„Verluste waren nicht zu kompensieren“
Die bisherigen intensiven Verhandlungen der Gesellschaft mit Geschäftspartnern zur Vereinbarung notwendiger Kostenanpassungen an latente – und teilweise disruptive – Martkveränderungen seien nicht ausreichend gewesen, um die Verluste von Deckungsbeiträgen durch Frequenzverluste in den Filialflächen zu kompensieren und deren finanzielle Handlungsfähigkeit abzusichern, heißt es weiter in der Mitteilung.
Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft soll uneingeschränkt weiterlaufen. Die Geschäftsführung sichere die Erfüllung aller Verpflichtungen des Geschäftsbetriebs ab und werde dementsprechende Vereinbarungen mit allen Dienstleistern und Lieferanten abschließen.
Ziel des Sanierungsverfahrens seien die umfassende Restrukturierung der Gesellschaft und der Erhalt Ihrer Leistungsfähigkeit in einem weiterhin herausfordernd erwarteten Wettbewerbsumfeld.
Die Schuhaus Kay GmbH & Co. KG betreibt laut eigener Homepage derzeit 24 Filialen, darunter acht in Hamburg und jeweils zwei in Bremen und Lübeck. Weitere Standorte in Innenstädten und Centern befinden sich u.a. in Buxtehude, Celle, Hameln, Hannover, Osnabrück, Paderborn und Wolfsburg.
Schuhkay und Schuhkay1882 nicht von Übernahme betroffen
Die Geschäftsführung verweist nachdrücklich darauf, dass der Übergang der Geschäftsanteile und die Umsetzung des Sanierungsverfahrens ausschließlich die Schuhhaus Kay GmbH & Co. KG betrifft. Die KG Schuhkay GmbH & Co, Boschstrasse 1 in Hamburg mit ihren Filialbetrieben Schuhkay und Schuhkay1882 ist nicht von der Übernahme betroffen. Dieses Unternehmen ist weiterhin in Hand der Familie Kay, geführt durch die Geschäftsführer Joachim und Thomas Kay.