In der größten Görtz-Filiale, dem Flaggschiff in Hamburg, herrscht reger Betrieb. Seit Anfang des Jahres wird umfassend umgebaut. Im Untergeschoss wurde die Kinder- und Jugendabteilung bereits neu gestaltet. Auch die Herrenabteilung, die jetzt neu im 2. OG angesiedelt ist, erfuhr einen umfassenden Relaunch. Die erste Etage des insgesamt 2.200 qm Verkaufsfläche umfassenden Geschäfts ist derzeit geschlossen. Hier wurde zuletzt die Herrenware präsentiert und soll demnächst eine neue, exklusive Damenabteilung eröffnet werden. Vier große Entwicklungsstufen habe der Standort Mönckebergstraße hinter sich, sagt Görtz-Geschäftsführer Christian Moritz. Die letzte liege 25 Jahre zurück. Was das heißt, sieht man im Erdgeschoss des Geschäfts auch mit flüchtigem Blick: Licht- und Interieurgestaltung waren mal ’state of the art‘. Aber das ist eine Weile her. Insofern sind die aktuellen Modernisierungsmaßnahmen ein konsequenter Schritt. Was Zahlen angeht, hält man sich in Hamburg bedeckt. „Teuer“ sei die Neugestaltung des Standorts Mönckebergstraße – mehr will Finanzchef Stephan Tendam nicht verraten. Nur soviel: Das Gebäude werde kernsaniert, erheblich wurde in eine moderne technische Ausstattung investiert.
Sortimentspolitik
„Eigenmarken waren und sind für uns interessant, weil sie uns nicht nur die nötige Handelsspanne ermöglichen, sondern Kunden auch an Görtz binden“, erklärt Christian Moritz. Mit der vor einigen Jahren getroffenen Entscheidung, auf so genannte offene Eigenmarken (Görtz 17, Görtz Shoes) zu verzichten und stattdessen verdeckte zu forcieren (etwa Flare & Brugg, Drievholt, Cox) habe man völlig richtig gelegen. Eine Ausnahme bleibt das Premium-Fabrikat Ludwig Görtz, mit dem nicht nur hochwertige Damenschuhe, sondern auch rahmengenähte Herrenschuhe angeboten werden. Man habe für die geschlossenen Eigenmarken Namen und Designsprachen entwickelt, die eine zielgruppengemäße Ansprache ermöglichen. Taschen und weitere Accessoires wie Tücher und Gürtel gehören für Görtz zum Angebot dazu. Auch im Eigenmarkenbereich soll das Thema der Zusatzprodukte ausgebaut werden. Je nach Standort denkt man bei Görtz auch darüber nach, Accessoires noch deutlich prominenter zu präsentieren als bisher. „Accessoires haben eine ähnliche oder teilweise sogar bessere Flächenproduktivität als Schuhe, wir können uns daher einen höheren Anteil vorstellen und trauen uns das zu“, so Christian Moritz.
Mehr lesen Sie in der kommenden Ausgabe von schuhkurier, die am 28. August erscheint.