Dott. Giovanni Lacatena von der Wortmann-Gruppe freute sich, dass nach einer guten Frühjahr/Sommer-Saison in Riva vor allem über die Ware gesprochen wurde. "Endlich standen wieder Schuhe im Mittelpunkt der Gespräche", so Lacatena. "Es war eine schöne Messe." Allerdings, so ergänzte Giovanni Lacatena mit Blick auf die internationalen Märkte, bilden die deutschsprachigen Märkte derzeit eine Ausnahme. "In vielen anderen Ländern stagniert der Markt oder entwickelt sich sogar rückläufig", so der Experte. Auch das Ecco-Team sei gut ausgelastet gewesen, bestätigte Matthias Reichwald von dem dänischen Hersteller. Vor allem die Key-Account-Kunden aus Deutschland hätten die Messe zur Vorbereitung der Order genutzt. "Die Messe ist ein wichtiger Gradmesser für uns", so Reichwald.
Es gebe derzeit keinen Grund zu jammern, so Ralph Hanus. Laut dem Sabu-Geschäftsführer liegt der deutsche Handel per Ende Mai rund 5% im Plus. Auch das modische Angebot auf der Messe sei zufriedenstellend. "Es gibt zwar keine Revolution, aber viele gute Weiterentwicklungen. Sehr gut würden sommerliche Stiefel zu frühen Lieferterminen bewertet. Flache Sandalen und neue Sneaker seien ebenso vielversprechend.
Eine Herausforderung für die Branche sei die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft, merkte Heinzpeter Mandl von Leder & Schuh an: "Es gibt immer mehr Menschen, die nur noch über ein kleines Budget für den individuellen Konsum verfügen." In der Konzentration auf Discount auf der einen und Markenprodukte auf der anderen Seite müsse sich der Fachhandel künftig noch stärker über wertige Sortimente profilieren.
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