Die Schuhsalon Leone Alexander Seppel e.K. („Gero Mure“) hat am 23. Juli einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Der Geschäftsbetrieb aller sechs Standorte laufe uneingeschränkt weiter, heißt es in einem Statement des Unternehmens. Bis Ende September seien Löhne und Gehälter durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.
Nun äußert sich der GEB, dem das Unternehmen angehört, dazu. Thed Brücher, Geschäftsführer des GEB Schuh-Großeinkaufs-Bunds, sagt gegenüber schuhkurier: „Für Gero Mure, Alexander Seppel e.K., ist die vorläufige Insolvenz eingetreten. Wann Herr Seppel als Gesellschafter aus der GEB austritt, steht noch nicht fest. Sollte Alexander Seppel nicht mit einem eigenen Austritt zuvorkommen, erfolgt spätestens mit offiziellem Beginn des Insolvenzverfahrens die Ausscheidung aus dem Bund. Aus der Zentralregulierung ist er bereits ausgeschieden.“
In einem öffentlichen Statement heißt es von Brücher: „Die wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen ’Gero Mure‘ konfrontiert ist – wie steigende Kosten, die Auswirkungen des Online-Handels und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie – sind in der heutigen Zeit leider keine Seltenheit. Wir bedauern, dass diese Faktoren das traditionsreiche Unternehmen in eine schwierige Lage gebracht haben, was zur aktuellen Situation geführt hat.
Als Mitglied unseres Verbunds haben wir das Unternehmen von Herrn Alexander Seppel über viele Jahre hinweg mit voller Überzeugung begleitet. Unser Ziel war stets, das Unternehmen durch verschiedene Phasen zu tragen und den Erfolg sicherzustellen. Dennoch müssen wir auf veränderte Gegebenheiten rechtzeitig reagieren und verantwortungsvolle Entscheidungen treffen, um den langfristigen Erhalt und die Stabilität unserer Gemeinschaft zu sichern.
Die hohen Standards, die unseren Verbund seit jeher auszeichnen, setzen wir kompromisslos und mit Entschlossenheit fort“, so Brücher weiter im offiziellen Statement. „Wir wünschen Herrn Alexander Seppel und seinem Unternehmen, dass sie diese schwierige Phase erfolgreich meistern und die nötigen Schritte unternehmen, um in eine stabile Zukunft zu blicken.“