Der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce in Deutschland ist 2022 um 8,8% von 99,1 Mrd. Euro auf 90,4 Mrd. Euro gefallen. Der Umsatz mit digitalen Gütern stieg im abgelaufenen Jahr um 39,9% von 8 Mrd. Euro auf 11,25 Mrd. Euro, sodass der gesamte E-Commerce-Umsatz bei 101,7 Mrd. Euro lag. 2021 lag dieser bei 107,1 Mrd. Euro. „Auch der Online-Handel nimmt die Krise wahr. Die merkliche Kaufzurückhaltung, vor allem bei nicht unmittelbar notwendigen Dingen, zeigt die aktuelle Verunsicherung der Menschen verbunden mit gestiegenen Lebenshaltungskosten”, bewertet BEVH-Präsident Gero Furchheim, doch ist sich sicher: „Die Auswahl, Verfügbarkeit und Transparenz im Onlinehandel werden von den Kunden gerade jetzt geschätzt und die Zufriedenheit mit dem Kauf im Netz ist so hoch wie nie. Verbessern sich Rahmenbedingungen und Konsumstimmung, wird der E-Commerce daher weiter überdurchschnittlich wachsen.“
Besonders starke Umsatzverluste im E-Commerce mussten in den Schuh- und Modesegmenten hingenommen werden. Mit Schuhen wurde 2022 16,6% weniger Umsatz erzielt. 2021 waren es noch 5,4 Mio. Euro, 2022 4,6 Mio. Euro. Bei Bekleidung gab es ein Umsatzminus von 12,8% von 19,2 Mio. Euro auf 16,8 Mio. Euro. Im Gesamtcluster Bekleidung wurden 21,3 Mio. Euro Umsatz erzielt, 13,7% weniger als 2021, als es noch 24,7 Mio. Euro waren.