Von den USA bis Australien ist das Interesse an modernen Maschinen derzeit groß. Die Nachfrage boomt, hieß es aus Ausstellerkreisen gegenüber steptechnik. Das Motto der Stunde laute ’Automatisierung‘. „Wir erleben eine industrielle Revolution!“, erklärte Klaus Freese, Geschäftsführer von Desma. Seit dem Ende des 2. Weltkriegs habe sich die Schuhherstellung kaum verändert, weiterhin werde ein Großteil der Produktionsmenge in arbeitsintensiver Handarbeit hergestellt. Auf der Suche nach den geringsten Stundenlöhnen sei die Branche bis ans andere Ende der Welt gereist. „Aber was soll nach Kambodscha noch kommen?“, so Klaus Freese. Seit kurzem habe daher ein Sinneswandel eingesetzt: Die Zukunft liege in einer Minimierung der Handarbeit und in einem gleichzeitigen Ausbau der automatisierten Produktionsprozesse.
Die international tätigen Schuhhersteller nutzen die gute Erträge der letzten Jahre, um in ihre Zukunftsfähigkeit zu investieren, erklärten zahlreiche Anbieter in Mailand. Das sei eine gute Nachricht für die deutschen Anbieter von technisch hochwertigen Maschinen, von denen viele 2014 das beste Geschäftsjahr seit Unternehmensgründung verzeichnen konnten.
Insgesamt wurde die Premiere der Simac in Mailand gut bewertet. Vor allem das moderne Ambiente im Vergleich zu Bologna wurde gelobt. „Wir haben viele gute Gespräche führen können“, so Mirjam Schmitt von Pfaff. Positiv habe sich die rund 18-monatige Messepause ausgewirkt. „Die Leute sind sehr interessiert und auf der Suche nach den Neuheiten“, so Christopher Tornhill von Atom. Zur kommenden Ausgabe müsse nur noch an wenigen Stellschrauben Optimierungsarbeit geleistet werden, sagte Tilo Ullmer von Fortuna. Unter anderem sei geplant, den Messetermin stärker mit ’Chinese New Year‘ abzustimmen, um den Besuch aus China zu stärken.