Muecke, der Mode- und Schuhhändler unter dem Dach der ANWR Group, bleibt laut Martina Novotny „ein Gradmesser für die Zukunft des stationären Handels“. Im Vorstand der Genossenschaft verantwortlich für die Muecke-Gruppe, beschreibt Novotny die Marke als Ort, an dem emotionale Kauferlebnisse, digitale Lösungen und Kundenzentrierung sichtbar werden. „Wir lernen dort, wie E-Commerce und Fläche zusammenspielen – und wie man auf Wandel reagiert.“
Im Geschäftsjahr 2024 musste Muecke beim Umsatz leichte Einbußen hinnehmen. Die Erlöse lagen bei 101,8 Mio. Euro. Durch konsequente Limitplanung und ein klares Abschriftenkonzept habe die Rohertragsquote dennoch bei 44 % gehalten werden können, erklärte Novotny im Rahmen der ANWR-Generalversammlung in Maastricht. Der Lagerbestand sei gezielt reduziert worden und damit die Flexibilität für Trendartikel erhöht. Das operative Ergebnis lag bei 4,3 Mio. Euro, die EBITDA-Marge ebenfalls bei 4,3 %.
Für 2025 hat Muecke umfassende Neuerungen angekündigt. So tritt das Unternehmen unter muecke.com auf. Das Sortiment wird neu strukturiert, mit klarem Fokus auf Fashion und Lifestyle. Im Pilotstore Rödental wurde das neue Konzept bereits realisiert. Geschäftsführer Felix Schmuck: „Wir denken stationären Handel neu.“ Der Flächenanteil für Fashion steigt auf 50%, kuratierte Marken sollen Profil und Qualität stärken. Der Schuh soll ein zentrales Kompetenzfeld bleiben – wird aber visuell zurückgenommen.