JD Sports Fashion plc meldet Fortschritte bei zentralen Prioritäten – Omnichannel-Angebot, Filialnetz, Lieferkette und Nordamerika – und kündigt ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über £100 Mio. an. Für das Geschäftsjahr FY26 erwartet das Unternehmen (vor Sondereffekten) ein Ergebnis im Rahmen der aktuellen Markterwartungen; mögliche indirekte Effekte aus US-Zöllen bleiben vorbehalten.
Im Q2 (13 Wochen bis 2. August) sank der Umsatz auf vergleichbarer Fläche (Like-for-like) konzernweit um 3,0 %, das organische Wachstum lag bei +2,2 %. In H1 (26 Wochen bis 2. August) betrugen die Werte −2,5 % bzw. +2,6 %. Regional zeigten sich in Q2: Nordamerika −2,3 % LfL / +4,8 % organisch, Europa −1,1 % / +5,4 %, UK −6,1 % / −4,5 %, Asien-Pazifik +0,3 % / +9,3 %. Europa und UK litten unter einem sehr starken Vorjahresquartal (Euro-2024-Effekte). Bekleidung entwickelte sich solide, Schuhe waren wegen auslaufender Produktzyklen schwächer. Online setzte JD gezielte Preismaßnahmen ein.
Operativ übernahmen DTLR und Shoe Palace zum 1. Juni die Steuerung von 198 City-Gear-Stores. Die neue JD/Finish-Line-E-Commerce-Plattform ging live, das Distributionszentrum Morgan Hill (USA, Westküste) nahm den Betrieb auf; in Europa wird das Lager Heerlen weiter hochgefahren. Zudem eröffnete JD Flagship-Stores (u. a. Manchester/Trafford Centre, Las Vegas, Vancouver, Melbourne) und konvertierte in Nordamerika 22 Finish-Line-Filialen auf die JD-Fascia.
Die Bruttomarge lag in H1 ohne Akquisitionen 40 Basispunkte unter Vorjahr (mit Akquisitionen −60 Bp). Die Bestände entsprachen den Erwartungen. Der Ausblick für H2 bleibt angesichts Konsumdruck und Produktzykluswechsel vorsichtig. Rund 60 % des FY26-Ergebnisses werden in H2 erwartet; berücksichtigt sind ein nicht zahlungswirksamer Mark-to-Market-Effekt von ca. £14 Mio. (16,23 Mio. Euro) in H1 sowie erwartete Synergien (Hibbett) in H2.
JD Sports sieht sich gut positioniert, die Marktanteile in den Kernregionen Nordamerika und Europa weiter auszubauen. Das Unternehmen verweist auf laufende Marktanteilsgewinne; das neue Aktienrückkaufprogramm wird als Ausdruck dieser Zuversicht und der fokussierten Umsetzung bewertet. Treiber sind laut JD der Ausbau des Omnichannel-Angebots, die Conversion von Finish Line zur JD-Fascia, neue Flagship-Stores sowie Verbesserungen in Lieferkette und Online-Performance.
„Wir machen deutliche Fortschritte bei der Weiterentwicklung unseres Omnichannel-Kundenangebots, unseres Filialnetzes und unserer Lieferkette, und wir steuern unsere Kosten und unsere Liquidität wirkungsvoll“, so CEO Régis Schultz.