Rund 280 Marken und Aussteller waren für die Fashn Rooms angemeldet, dazu kamen rund 70 Aussteller und Marken auf der Neonyt. Die Zusammenlegung der beiden Messen in eine Halle sollte die Synergieeffekte der beiden Messen verstärken und für mehr Frequnz und damit auch eine gute Messestimmung sorgen. Sebastian Thies, der die Marken Nat-2 und Thies 1856 vorstellte, war positiv von der Stimmung überrascht: „Vor allem der Samstag lief besser als erwartet. Die Vorzeichen standen ja schlecht mit Demonstration, Streik und Fußball, aber die Stammkunden haben sich davon nicht abhalten lassen. Am Sonntag war dann noch mehr Frequenz da und mehr Gewusel auf den Gängen, was natürlich die Stimmung hebt.“ Die gemeinsame Halle hat sich laut ihm voll ausgezahlt: „Auch die konventionellen Händler drehen eine Runde und können uns entdecken.“ Letzteres bestätigt auch Florian Werner, Geschäftsführer von Werner 1911: „Es schwappen schon ein paar Leute rüber.“ Er ist jedoch nur mit Einschränkungen zufrieden mit der Frequenz: „Der Samstag bedeutete großen Frust, aber mit dem Sonntag bin ich sehr zufrieden. Ich hoffe, dass sich darauf aufbauen lässt.“ Damit die Messe auch relevant bleibt, müssten aber noch mehr Aussteller angelockt werden, damit das Thema Nachhaltigkeit mit der Neonyt die Bühne bekommt, die es braucht. Dass die Messe noch wachsen müsse, betont auch Jens Huesken, Gründer der Marke Genesis: „Es braucht mehr von allem: Mehr Aussteller, mehr Besucher, mehr Austausch. Wir haben hier vor allem Bestandskunden aus der Region, aber sind auch nur hier, weil wir es nicht weit haben.“
Wer sich bei den Ständen der nachhaltigen Schuhhersteller informiert, merkt schnell, wie schnell sich die Technologien weiterentwickeln. Regelmäßig werden neue Materialien oder Prozesse vorgestellt, die die Schuhe noch nachhaltiger lassen werden. So werden Genesis-Sneaker mit der neuen Kollektion nun vollständig mit Bio- oder Recyclingmaterialien gefertigt. Zuletzt war eine Fersenverstärkung noch die letzte Komponente, bei der konventioneller Kunststoff benötigt wurde. Bei Thies 1856 wird daran gearbeitet, auch das recycelte Polyester mehr und mehr durch Bio-Baumwolle zu ersetzen. Unter anderem wurden zum Beispiel vollständig biologisch abbaubare Gummistiefel vorgestellt.