In Deutschland verwendeten private Haushalte im Jahr 2024 durchschnittlich 4,0 % ihrer Konsumausgaben für Kleidung und Schuhe. Den höchsten Anteil verzeichnete Rumänien. Dort entfielen 7,7 % des privaten Konsums auf Bekleidung und Schuhe. Damit hat sich der Anteil innerhalb von zehn Jahren fast verdoppelt: Im Jahr 2014 hatte er noch bei 4,0 % gelegen. Gleichzeitig stiegen die Preise für diese Produktgruppe in Rumänien zwischen 2014 und 2024 um 47,7 %. Nur in Tschechien fiel der Preisanstieg mit 53,7 % noch höher aus.
Am niedrigsten war der Ausgabenanteil 2024 in Frankreich. Französische Haushalte verwendeten 2,9 % ihres Konsumbudgets für Kleidung und Schuhe und damit 1,2 Prozentpunkte weniger als zehn Jahre zuvor. Im Jahr 2014 hatte Estland mit 6,4 % den höchsten Anteil innerhalb der EU aufgewiesen, während Bulgarien mit 3,2 % am unteren Ende lag.
Auch die Preisentwicklung verlief in den einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedlich. Im EU-Durchschnitt verteuerten sich Bekleidung und Schuhe zwischen 2014 und 2024 um 11,2 %. In Irland, Portugal und Polen gingen die Preise dagegen um mehr als 10 % zurück.
Den größten Anteil ihres Konsumbudgets verwenden die Haushalte in Deutschland für das Wohnen: Miete, Instandhaltung und weitere Wohnkosten machen annähernd ein Viertel der Ausgaben aus. Rund 14 % fließen in Mobilität, gut 11 % in Lebensmittel und alkoholfreie Getränke. Für Sport, Kultur und Erholung geben die Bundesbürger etwa 10 % aus.
Die Zahlen beschreiben den Anteil der jeweiligen Produktgruppe an den gesamten privaten Konsumausgaben. Ein höherer Anteil bedeutet daher nicht zwangsläufig, dass Verbraucher absolut mehr Geld für Kleidung und Schuhe ausgeben. Neben Preisen und Einkommen können auch unterschiedliche Konsumgewohnheiten und Kaufkraftniveaus die Verteilung der Haushaltsbudgets beeinflussen. Die Untersuchung basiert auf Eurostat-Daten zur Struktur der Konsumausgaben und berücksichtigt detaillierte Angaben bis einschließlich 2024.