In einem langwierigen Prozess konnte mit der Beteiligungsgesellschaft MKCP ein neuer Investor gefunden und das Insolvenzverfahren beendet werden. Die Anmeldung der Insolvenz sei nötig gewesen, weil sich die wirtschaftliche Situation nach der Pandemie nicht schnell genug wieder verbessert hat. „Unsere Hypothese war, dass wir 2022 oder 2023 wieder auf das Niveau von 2019 zurückkommen“, erklärt Bama-Geschäftsführer Dr. Stefan Rassau. Da das Mutterunternehmen Serafin wirtschaftlich gut dastand, hat Bama keine Corona-Hilfen erhalten. Ein Kredit musste aufgenommen werden, welcher der Gesundung des Unternehmens im Weg stand.
Das Unternehmen sollte so restrukturiert werden, dass es nun auch mit weniger Umsatz rentabel ist. Dafür wurden Unternehmensbereiche von der deutschen Verwaltung in Mosbach an die polnische Produktionsstätte in Gorzów verlegt. Darunter befinden sich Produktmanagement und Customer Service. Das finde nicht nur aus Kostengründen statt, wie Rassau betont: „Wir haben geprüft, welche Funktionen sinnvollerweise näher an die Produktion rücken sollten.“
Die inhaltliche Ausrichtung von Bama soll unverändert bleiben. Das strategische Fundament sei in den letzten Jahren mit dem Bau der eigenen Produktionsstätte in Gorzów bereits gelegt worden. Mit der Sanierung sollte vor allem die finanzielle Seite neu strukturiert werden, so Rassau weiter: „Für den Kunden soll sich nicht viel ändern.“ Bei der MKCP ist Bama überzeugt, einen langfristigen Partner für die weitere Arbeit gefunden zu haben.