Hintergrund sind sinkende Umsätze und anhaltende Verluste. Ziel der Maßnahmen sei es, das interne Betriebsmodell effizienter und nachhaltiger auszurichten sowie die Fixkosten zu optimieren, teilte Geox nach einem Treffen mit Gewerkschaften und dem Industrieverband Confindustria Treviso mit.
Geox erklärte, man arbeite derzeit an einem Kostensenkungsplan, der neben dem Stammsitz im norditalienischen Montebelluna auch internationale Standorte erfassen soll. Umgesetzt werden sollen die Maßnahmen mit Hilfe gesetzlich vorgesehener Instrumente. Neben Kurzarbeit werden in Medienberichten auch Anreize für freiwillige Austritte genannt. Beobachter gehen davon aus, dass bis zu 15 % der weltweiten Belegschaft betroffen sein könnten. Allein am Hauptsitz beschäftigt Geox rund 500 der insgesamt 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Restrukturierung steht im Zusammenhang mit dem Amtsantritt von Francesco Di Giovanni, der erst seit rund sechs Wochen an der Spitze von Geox steht. Bereits bei der Vorlage der Halbjahreszahlen Ende Juli hatte er das Unternehmen als „in einer Phase des Rückgangs“ bezeichnet und die Kostenstruktur als „nicht angemessen für das aktuelle Wettbewerbsumfeld“ kritisiert. Für das erste Halbjahr 2025 meldete Geox einen Umsatzrückgang von 4,7 % auf 305,3 Mio. Euro. Der Nettoverlust verringerte sich jedoch von 15,45 Mio. Euro im Vorjahr auf 4,89 Mio. Euro. Mit den nun eingeleiteten Schritten will Geox nach eigenen Angaben die Basis für eine Rückkehr zu nachhaltiger Profitabilität schaffen.