Die Columbia Sportswear Company hat Joe Vernachio zum neuen Präsidenten ihrer Outdoor-Marke Sorel ernannt. Der Manager tritt seine Position zum 22. Juni an und folgt auf Cory Long, der die Funktion seit November 2023 innehatte.
Vernachio kehrt damit gewissermaßen zu seinen Wurzeln zurück: Bereits zuvor war er vier Jahre lang als Präsident der Columbia-Marke Mountain Hardwear tätig. 2021 wechselte er zu Allbirds, zunächst als Chief Operating Officer, bevor er im März 2024 zum CEO aufstieg. Vor Kurzem war bekannt geworden, dass Vernachio bei Allbirds ausscheiden wird.
Tim Boyle, CEO und Chairman von Columbia Sportswear, zeigt sich überzeugt von der Personalie: „Joe ist eine hervorragende Führungspersönlichkeit, die auf der großartigen Arbeit, dem Talent und der Dynamik bei Sorel aufbauen kann.“
Auch Craig Zanon, Executive Vice President bei Sorel, hebt die Qualitäten des neuen Präsidenten hervor: Vernachio sei eine „verbraucherorientierte, kooperative Führungskraft mit einer tiefen Leidenschaft für das Produkt- und Markenselling.“ Weiter heißt es: „Seine Energie, sein Fachwissen und seine bewährte Führungskompetenz werden dazu beitragen, skalierbares Wachstum und eine sinnvolle Markenexpansion für Sorel voranzutreiben.“
Die Ernennung erfolgt in einer Phase, in der Sorel vor Herausforderungen steht. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz der Marke um 12 % auf 37,16 Mio. US-Dollar. Laut Unternehmensangaben lag dies vor allem an einer geringeren Verfügbarkeit von Winterprodukten in den USA sowie rückläufigen Abverkäufen von Restposten.
Gleichzeitig gibt es positive Signale: Mit den Frühjahrskollektionen 2026 konnte Sorel wieder an Dynamik gewinnen, insbesondere im Sneaker-Segment. CEO Boyle betonte, dass sich die Marke zunehmend „als mehr als eine Wintermarke“ positioniere.
Insgesamt blieb der Konzernumsatz von Columbia Sportswear im ersten Quartal stabil bei rund 779 Mio. US-Dollar, während der Nettogewinn leicht zurückging. Mit Vernachio an der Spitze soll Sorel nun den nächsten Entwicklungsschritt gehen und seine Marktposition weiter ausbauen.