Rund 200 Mitarbeitern soll bis zur Jahresmitte gekündigt werden; 140 Mitarbeiter können nach Unternehmensangaben in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft wechseln.
Zu den Filialen, die geschlossen werden, gehören die Standorte Aachen, Mönchengladbach‐Rheydt, Bremen‐Vegesack, Hannover (Ernst‐August‐Galerie), Laatzen, Mannheim, Viernheim, Karlsruhe, Böblingen, Augsburg, Regensburg, Rosenheim, Bad Homburg, Darmstadt, Dresden HBF, Berlin (Neues Kranzlereck) sowie das Outlet Berlin‐Hellersdorf.
"Wir haben die Wochen unter dem Schutzschirm intensiv genutzt, um einerseits mit Vermietern, Lieferanten und Arbeitnehmervertretern zu verhandeln und auf der anderen Seite den Investorenprozess voranzutreiben", erklärt der für die Sanierungsanstrengungen zuständige Chief Restructuring Officer (CRO) bei Strauss Innovation, Dr. Hans Peter Döhmen. Potenzielle Investoren könnten das Konzept zur Neuausrichtung nun sichten und bewerten. "Dieses soll und kann nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, das wir in Eigenverwaltung bis zur Jahresmitte abschließen wollen, als Insolvenzplan umgesetzt werden."
Künftig sollen aus der Zentrale in Langenfeld 160 Mitarbeiter (bislang 190) das Unternehmen leiten; im Logistikzentrum in Solingen sollen derzeit die 93 Arbeitsplätze noch erhalten bleiben.
„Eine Sanierung mittels Insolvenzplan scheint mir die für Strauss und für die optimale Gläubigerbefriedigung passende Lösung zu sein", erläutert Dr. Andreas Ringstmeier, vom Amtsgericht bestellter vorläufiger Sachverwalter.