Trotz intensiver Bemühungen habe bisher kein Investor gefunden werden können, der das Unternehmen und die Belegschaft übernimmt. „Ohne die Unterstützung durch einen oder mehrere Investoren ist es uns aufgrund von wirtschaftlichen und insolvenzrechtlichen Vorgaben nicht möglich, Strauss Innovation dauerhaft weiterzuführen“, sagte Andres, der seit Insolvenzantrag Ende September 2016 mit seinem Team an einer Fortführungslösung gearbeitet hatte.
Nach derzeitigem Stand soll der Geschäftsbetrieb in den meisten der 57 Filialen bis Ende Februar 2017 aufrechterhalten werden. Dies gelte auch für die Filialen, deren Mietvertrag bereits zum 31. Dezember 2016 gekündigt ist. Hier komme es darauf an, ob die jeweiligen Vermieter einer Verlängerung des Geschäftsbetriebs um einige Wochen über das Jahresende hinaus zustimmen. Gespräche dazu laufen nach Angaben des Insolvenzverwalters. Bleibe die Einigung hierzu aus, werde der Geschäftsbetrieb entsprechend bereits zum 31. Dezember 2016 eingestellt.
Verhandlungen zu Interessenausgleich und Sozialplan beginnen in der kommenden Woche.
Die Warenhauskette, die deutschlandweit 57 Verkaufsfilialen mit rund 670 Beschäftigten betreibt, hatte am 22. September 2016 bei zuständigen Amtsgericht in Düsseldorf Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Am 1. Dezember hat das Gericht den Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres, Partner der Kanzlei AndresPartner, zum Insolvenzverwalter der Strauss Innovation GmbH aus Langenfeld bestellt. Er war zuvor als vorläufiger Insolvenzverwalter damit befasst gewesen, Lösungen für die Warenhauskette und die Gläubiger zu finden.