Der Investorenprozess sei in der Endphase, urteilen Handelsexperten gegenüber der Tageszeitung Rheinische Post. Mit einer Entscheidung könne in den nächsten Wochen gerechnet werden. Bei den beiden Interessenten soll es sich um einen strategischen Investor aus Deutschland und einen ausländischen Finanzinvestor handeln.
Insgesamt 70 Filialen der Gruppe sollen weiter betrieben werden. In diesen Geschäften haben sich die Umsätze nach Unternehmensangaben bis Ende Juni um etwa 7,5% über Plan entwickelt. In der E-Commerce-Sparte seien die Erwartungen sogar um 18% übertroffen worden. Der Ausverkauf in den 17 Niederlassungen, die Ende Juni geschlossen wurden, habe die Planzahlen ebenfalls um 4% übertroffen.
Der Gläubigerausschuss soll die Bestellungen für das Weihnachtsgeschäft inzwischen freigegeben haben. Damit stehen die Zeichen auf Zukunft.
Im Zuge der Sanierung verloren allerdings 200 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.
Ende Januar hatte Strauss Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens nach Paragraf 270b der Insolvenzordnung gestellt; dieser wurde durch das Amtsgericht Düsseldorf für zwei Monate genehmigt. Seit Ende März läuft das Insolvenzverfahren.
Nach Meinung von Branchenexperten sind vor allem die häufigen Rabattaktionen Schuld an der Krise des Unternehmens.