Rainer Otten vom Komfort- und Hausschuhhersteller Bonova reagiert auf den Artikel „BEVH-Umfrage: Sparzwang treibt Kunden zu Temu & Co.“ über eine aktuelle BEVH-Umfrage, der Anfang des Jahres auf schuhkurier.de veröffentlicht wurde.
Rainer Otten schreibt: „Zu Ihrem Bericht kann ich nur noch den Kopf schütteln. Wie kann man sich immer noch ernsthaft wundern über die Stärke und den enormen Zuwachs der Umsätze, die über die Billigplattformen Temu und Shein erzeugt werden. Man kann doch nicht wirklich glauben, dass die Kunden nur deshalb dort kaufen, weil es eine Notwendigkeit ist, da nicht genug Geld bei den Verbrauchern zur Verfügung steht.
Die daraufhin geforderte Maßnahme der BEVH-Geschäftsführerin Alien Mulyk, dass sich die wirtschaftliche Situation verbessern muss, schlägt dem Fass nahezu den Boden aus. Wenn dem BEVH dazu nichts anderes einfällt, sehe ich wirklich schwarz für den Standort des Handels in Deutschland.
In Amerika wurden durch Trump innerhalb kürzester Zeit z.B. pauschal der Zoll auf die hundertausendfachen Einzelpakete pro Tag erhoben, so dass sich die chinesischen Lieferanten nicht mehr im Stande sahen, die gigantischen Mengen von Billigsendungen loszuwerden.
Diese wurden dann auch noch, umso schlimmer für Deutschland und Europa, auf unsere Märkte umgeleitet und überschwemmen mit noch günstigeren Preisen die Verbraucher.
Kein Wettbewerber mit den hier notwendigen Standards für Produktion, Verwaltung und Vertrieb, sowie den hohen Steuern, Abgaben und dem Bürokratie-Wahnsinn kann da mehr mithalten.
Meines Erachtens wäre es umso mehr angebracht, über Ihre Redaktion und über die zahlreichen Verbände, insbesondere des BEVH, viel mehr Aufmerksamkeit, Klarheit und Druck auf die Politik aufzubauen, als lediglich darauf zu hoffen, dass irgendwann alles wieder gut wird und die Kunden unter den vielbeschworenen Nachhaltigkeitspunkten einkaufen werden. Eine schöne Naivität, aber schlicht und einfach keine Realität.“
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