Für den HDS/L gibt Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert folgendes Statement ab: „Die USA spielen für die gesamte Weltwirtschaft, auch für die Schuhbranche eine wichtige Rolle, sind sie doch der größte Schuhmarkt der Welt. Nach dem Wahlsieg Trumps muss man jetzt abwarten, was von der ganzen Wahlkampfrhetorik in praktische Politik mündet.
Sorgen bereiten der deutschen Schuhindustrie die gegen die Globalisierung und den internationalen Handel gerichteten Aussagen Trumps wie beispielsweise ’Buy American‘. Vor diesem Hintergrund sehen wir die Fortsetzung der TTIP Verhandlungen in Gefahr. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass das amerikanische Politiksystem den Handlungsspielraum jedes Präsidenten begrenzt. Darauf setzen wir auch jetzt.“
Der Hauensteiner Schuhhersteller Josef Seibel ist schon seit vielen Jahren auf dem US-amerikanischen Markt aktiv. Inhaber Carl-August Seibel kennt den Markt gut und sieht eher langfristig Auswirkungen: „Wirtschaftlich erwarte ich kurzfristig keine großen Einbrüche. Die Wirtschaft wird erst einmal recht stark bleiben. Allerdings spannend wird es, wenn Trump auch nur Teile seiner skurrilen Aussagen wahr macht. Hohe Zölle oder Embargos auf chinesische Waren zum Beispiel. Das würde auch uns treffen, denn wir verkaufen eine ganze Menge Schuhe aus China in den USA. Diese in Europa zu fertigen, wäre schwierig. Den US Dollar sichern wir in der Regel ab, da passiert kurzfristig auch nichts und hohe Schwankungen hatten wir auch schon in den letzten 20 Jahren. Das können wir managen.“
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