Die Unternehmerin, zweite Generation einer Händlerfamilie, die in Haltern das Schuhhaus Schämann mit Kinder- und Komfortschuhen sowie Podologie, betreibt, hat sich vor einigen Jahren einen Lebenstraum erfüllt, wie sie sagt. Ihr Concept Store „Shoes & More“ bot Schuhe, Accessoires, Schmuck, lokale Produkte und jede Menge schöne Dinge, die man nicht braucht, aber trotzdem haben möchte. 2021 feierte „Shoes & More“ Eröffnung. Mitten in der Pandemie. Lockdowns machten Schroer den Start ihres neuen Konzepts schwer. Aber die Händlerin entwickelte Ideen. In Kooperation mit einer Eventagentur wurde das Geschäft beispielsweise zum virtuellen Escape Room. Sich nicht einfach den Umständen ergeben, sondern überlegen, wie Lösungen aussehen könnten, das trieb die Händlerin an.
Nach der Pandemie erlebte Christiane Schroer, womit viele ihrer Kolleginnen und Kollegen kämpfen mussten: Der ersehnte Restart stellte sich nicht ein. Die Kauflust blieb hinter den Erwartungen zurück. Krisen, Kriege und steigende Kosten drückten die Stimmung und den Konsum. Als die Frage im Raum stand, ob der Mietvertrag für ihren Concept Store um weitere fünf Jahre verlängert werden sollte, ersann Christiane Schroer wieder neue Ideen. Den Lebenstraum begraben, das wollte sie nicht. Den Standort in der gewohnten Form weiterführen aber auch nicht. Also fiel die Entscheidung, das Traditionelle – Schuhhaus Schämann – und das Neue – Shoes & More – zu kombinieren. Und so zog der Concept Store ins Schuhhaus ein.
Seit Anfang März können Kundinnen und Kunden nach kurzer Pause wieder jede Menge schöne Dinge („alles, was ein Preisschild hat“) bei Shoes & More kaufen: als Abteilung des Schuhgeschäftes. Christiane Schroer hat viele Veränderungen erlebt. Sie hat sie aber nicht einfach passiv über sich ergehen lassen, sondern sich ihnen aktiv und selbstbewusst gestellt. Sie hat die Dinge nicht ausgesessen, sondern Ideen entwickelt. Und damit ist die Händlerin ein gutes Beispiel für gelebtes Unternehmertum. Zum Glück gibt es davon in der Schuhbranche sehr viel.