Die US-amerikanische Sportmarke Under Armour zieht wieder verstärkte Aufmerksamkeit auf sich – nicht nur von Konsumenten, sondern auch von Investoren. Wie aus einer aktuellen Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hat Fairfax Financial Holdings Ltd., ein kanadischer Investmentkonzern, zusammen mit seinen Tochtergesellschaften 22,2% der Klasse-A-Stammaktien von Under Armour erworben. Das entspricht rund 42 Mio. Aktien. Der Einstieg erfolgte laut Fairfax „zu Investitionszwecken“, mit der Option, weitere Aktien auf dem freien Markt zu kaufen. Zuerst hat das US-amerikanische Branchenmedium Footwear News über das Thema berichtet.
An der Börse bewegte sich die Under Armour-Aktie zuletzt zwischen 4,07 und 4,95 US-Dollar – deutlich unter dem Kurs von 7,54 US-Dollar zu Jahresbeginn 2025.
Analysten sehen daher Anzeichen für eine Erholung. In einer globalen Umfrage von UBS zu Kaufabsichten im Bereich Sportbekleidung belegte Under Armour den vierten Platz hinter Nike, Adidas und Puma.
Im Bereich Sportschuhe liegt das Unternehmen weltweit aktuell noch auf Platz 11 – hinter Marken wie Nike, New Balance, Puma, Air Jordan und Asics. Auf dem US-Markt fällt das Bild jedoch positiver aus: Bei Sportschuhen schaffte es Under Armour unter die Top 10, bei Bekleidung sogar auf Rang drei hinter Nike und Adidas.
Die Strategie des Unternehmens zielt laut CEO Kevin Plank auf eine stärkere Fokussierung der Kernkategorien Training, Laufen und Sportbekleidung. Im Schuhbereich will man auf „bereits erfolgreichen Franchises“ aufbauen. Plank kündigte für Herbst/Winter 2025 erste sichtbare Fortschritte an, die Kollektion Frühjahr/Sommer 2026 soll noch innovativer ausfallen.
Trotz eines Nettoverlusts von 18,8 Mio. US-Dollar bei einem Umsatz von 1,33 Mrd. US-Dollar im zweiten Quartal sehen Analysten den Kurs positiv. Es gebe Anzeichen steigenden Interesses bei jungen Konsumentinnen und Konsumenten.