Ziel der Gewerkschaft ist ein Anerkennungstarifvertrag, der sich auf den Branchentarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel in Brandenburg bezieht sowie tarifvertragliche Regelungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, zur Standortsicherheit und zum Verzicht auf sachgrundlose Befristungen. Bisher orientiert sich Zalando am Tarifvertrag der Logistikbranche.
Laut Verdi erhalten Zalando-Mitarbeiter im Vergleich zum Branchentarifvertrag deutliche geringere Löhne, zwei Tage weniger Urlaub, nur ein Drittel der Urlaubs- und Weihnachtszuwendung sowie deutlich geringere Zuschläge z.B. für Nacht- oder Feiertagsarbeit. Das sei für Verdi nicht akzeptabel.
„Zalando verkauft seine Ware an die Endkunden. Damit ist Zalando kein Logistiker, sondern ein (Online-) Versandhändler, der im unmittelbaren Wettbewerb mit dem stationären Einzelhandel steht. Daher wäre es fair, wenn Zalando seine Beschäftigen nach dem Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels bezahlen würde“, so Erika Ritter, Verdi-Verhandlungsführerin. Gefordert sind somit Vergütungen von mindestens 11,71 Euro pro Stunde bzw. monatlich 1.932 Euro. Bezogen auf ein Jahr geht es in der niedrigsten Entgeltgruppe um mehr als 3.500 Euro mehr Lohn.