„Die Beschäftigten empfinden die anhaltende Ungleichbehandlung im Vergleich zu den Berlinern als eine Diskriminierung, die schnellstmöglich überwunden werden muss“, sagte Erika Ritter, Verdi-Verhandlungsführerin für den Einzelhandel in Berlin-Brandenburg. „Gerade auch die wirtschaftlichen Entwicklungszahlen im Einzelhandel Brandenburgs bieten hervorragende Argumente, den Beschäftigten auf diesem Wege zurückzugeben, was sie bereits tagtäglich leisten: gute Arbeit und gute Leistungen, die gemessen am Durchschnitt der westlichen Bundesländer bereits seit Jahren besser sind“.
Nachdem für den Berliner Einzelhandel Angleichungsschritte bis Ende dieses Jahres abgeschlossen worden sind, wurde nach Angaben von Verdi mit dem letzten Tarifabschluss aus dem Jahr 2015 vereinbart, Regelungen zur Angleichung bei den Sonderzahlungen für Brandenburg bis zum 31. März 2017 zu finden. Nach drei Zusammenkünften mit dem HBB in einer Arbeitsgruppe wurde die Aufnahme von echten Tarifverhandlungen von Seiten der Arbeitgeber verweigert. Die tarifvertragliche Verpflichtung wurde bisher nicht umgesetzt.
Am Standort Kaufland Logistik Lübbenau macht Verdi den Streikauftakt im brandenburgischen Einzelhandel.