Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mitteilt, soll ein Anerkennungsvertrag ausgehandelt werden, der sich auf den Branchentarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel in Brandenburg bezieht. Verhandelt sollen ferner tarifvertragliche Regelungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, die Frage zur Standortsicherheit sowie der Verzicht auf sachgrundlose Befristungen.
Verdi zufolge erhalten die Beschäftigten im Lager nur 10,13 Euro pro Stunde. Im Vergleich zum Branchentarifvertrag bekommen die Zalando-Beschäftigten deutliche geringere Löhne, zwei Tage weniger Urlaub, nur ein Drittel der Urlaubs- und Weihnachtszuwendung sowie deutlich geringere Zuschläge z.B. für Nacht- oder Feiertagsarbeit.
Für Verdi steht fest, dass Zalando ein (Online-) Versandhändler ist, der im unmittelbaren Wettbewerb mit dem stationären Einzelhandel steht. Daher fordert die Gewerkschaft von Zalando eine Bezahlung der Beschäftigen nach dem Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels. Gefordert sind somit Vergütungen von mindestens 11,71 Euro pro Stunde bzw. monatlich 1.932 Euro. Bezogen auf ein Jahr geht es in der niedrigsten Entgeltgruppe um mehr als 3.500 Euro mehr Lohn.