Am 2. April hatten die Geschäfte in der Innenstadt von Hannover geöffnet. Auch die Stadt Garbsen hatte zunächst einen verkaufsoffenen Sonntag genehmigt, bevor das Verwaltungsgericht Hannover auf Antrag der Gewerkschaft Verdi die Öffnung verbot. Möbel Hesse öffnete dennoch.
„Wir haben diesen Tag mit einer größeren, überregional angelegten Werbekampagne in Zeitungen, Rundfunk und Social Media beworben und dann erst am späten Freitagvormittag von der Entscheidung des Verwaltungsgerichts erfahren. Hätten wir nicht geöffnet, hätten viele, viele Menschen, die eine weitere Anfahrt hatten, vor verschlossenen Türen gestanden“, begründete Inhaber Robert Andreas Hesse seine Entscheidung. Der Unternehmer wünschte sich für die Zukunft mehr Planungssicherheit. Aktuell muss man immer noch bis zum Schluss bibbern“, sagte er der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.
Dagegen prüft Verdi rechtliche Schritte gegen das Möbelhaus oder die Stadt. Die Gewerkschaft hatte zunächst versucht, Möbel Hesse von der Polizei schließen zu lassen. Die Beamten sahen nach Angaben von Verdi jedoch keine Verhältnismäßigkeit und schritten nicht ein.