Anlässlich der Vorstellung des Projekts ’Zentrale Stelle Verpackungsregister‘ durch die Gesellschafter der Projektgesellschaft betonte Franz-Olaf Kallerhoff, Vorsitzender des Lenkungskreises der BHIM Zentrale Wertstoffstelle Projektgesellschaft mbH, die greifbare Chance für ein Verpackungsgesetz, das für mehr Recycling ohne explodierende Kosten für Unternehmen und Bürger sorgen soll. Damit könne eine Ära des ökologischen Wettbewerbs mit deutlichen Fortschritten beim Umweltschutz beginnen. Kallerhoff unterstreicht, dass die Interessen von Wirtschaft und Kommunen gleichermaßen berücksichtigt werden müssen, damit ein tragfähiger Kompromiss erreicht würde.
Mit dem Verpackungsgesetz sollen künftig deutlich höhere Verpackungsmengen hochwertig recycelt werden. Recyclinggerechte Verpackungen sollen gefördert und der Verbraucher besser informiert werden. Gleichzeitig kann endlich die Finanzierung des Verpackungsrecyclings auf eine sichere und faire Grundlage gestellt werden: Jeder Hersteller eines verpackten Produkts soll sich in einem neuen Register bei einer Zentralen Stelle anmelden, der Verbraucher kann das Register einsehen. Die neue Zentrale Stelle kontrolliert, ob die Hersteller ihre Verpackungsmengen gesetzkonform für das Recycling angemeldet haben.
Die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE), der Handelsverband Deutschland (HDE), die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) sowie der Markenverband haben im Jahr 2015 die BHIM Zentrale Wertstoffstelle Projektgesellschaft mbH gegründet. Die Gesellschaft baut die Zentrale Stelle auf, wie sie im Verpackungsgesetz vorgesehen ist. Im weiteren Verfahren soll sie in eine neutrale, staatlich beliehene Stiftung überführt werden.