Gegenüber schuhkurier hat Vinted nach der Ankündigung der litauischen Datenschutzbehörde, eine Sanktion in Höhe von 2,4 Mio. Euro auszusprechen, ein Statement abgegeben. Die Second-Hand-Plattform gibt an, keine rechtliche Grundlage für diese Entscheidung zu sehen. Weiterhin kündigt Vinted an, gegen den Bußgeldbescheid in Berufung zu gehen.
Das volle Statement im Wortlaut:
„Wir möchten unseren Mitgliedern versichern, dass die Fälle, auf die sich die litauische Datenschutzbehörde (VDAI) bezieht, in keiner Weise mit der Sicherheit ihrer Konten zu tun haben oder einen Missbrauch oder eine Verletzung ihrer persönlichen Daten darstellen. Wir nehmen den Schutz der Privatsphäre und die Einhaltung der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) sehr ernst. Tatsächlich haben wir massiv investiert, um die geltenden Regeln einzuhalten und den Schutz der Daten unserer Mitglieder zu gewährleisten – wir haben während des gesamten Prozesses mit dem VDAI zusammengearbeitet. Wir haben keine Rechtsgrundlage für diese Entscheidung gefunden und sind der Meinung, dass damit ein neuer Präzedenzfall geschaffen wird, der sowohl über den aktuellen Wortlaut des Gesetzes als auch über die Praktiken der Branche hinausgeht. Wir stimmen dem Bußgeldbescheid grundsätzlich nicht zu und werden weiterhin in Berufung gehen, wie wir es bereits während des gesamten Verfahrens über getan haben.“