Das Management sei zuversichtlich, in den kommenden Tagen auch die übrigen Gläubiger von dem Vorhaben zu überzeugen. Bereits Anfang Juni hatten die zwölf wichtigsten Geldgeber ihre Zustimmung signalisiert. Allerdings hat laut dem Nachrichtendienst Reuters das ehemalige Management um den früheren Chairman Georges Plassat, das 18% der Vivarte-Anteile hält, Widerstand gegen die Pläne angekündigt.
Die hohen Schulden von Vivarte resultieren aus einem fremdfinanzierten Buy-out im Jahr 2007. Im Zuge der Finanzkrise und dem zunehmenden Wettbewerb durch Vertikale wie H&M und Zara hatte Vivarte in den folgenden Jahren erheblich an Umsatz eingebüßt. So ging der Umsatz zwischen 2012 und 2013 von 3 Mrd. Euro auf 2,8 Mrd. Euro zurück, zugleich sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen innerhalb von zwei Jahren um 50% auf rund 300. Mio. Euro.
Mittlerweile hat das Unternehmen, zu dem unter anderem die Handelskonzepte André und La Halle gehören, über verstärkte Investitionen in die Flächen einen Transformationsplan angestoßen.