Vivobarefoot, Hersteller von Barfußschuhen, will mit der Veröffentlichung des „Unfinished Business Report 2025“ ein Zeichen in Sachen nachhaltiger Unternehmensführung setzen. Das britische Unternehmen rund um CEO Galahad Clark verbindet darin wirtschaftlichen Erfolg mit transparentem Fortschrittsbericht – und sieht Nachhaltigkeit nicht als Ziel, sondern als kontinuierlichen Prozess.
„Wir nennen unseren Bericht bewusst ‚unvollendet‘, weil Nachhaltigkeitsziele für uns nie abgeschlossen sind“, erklärt Clark. „So wollen wir zeigen, wo wir stehen – was funktioniert, wo wir scheitern und woran wir weiterarbeiten. Nur so können wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung langfristig zusammenfinden.“
Im Fokus des Reports steht unter anderem das Re-Commerce-Projekt Revivo. Über die Plattform werden gebrauchte Vivobarefoot-Schuhe, die eingesendet, geprüft und gegebenenfalls repariert wurden, erneut verkauft. Im Geschäftsjahr 2024/2025 fanden auf diesem Weg rund 62.000 Paar Schuhe einen neuen Besitzer. Ergänzt wird das Angebot durch ein Take-Back-Programm, bei dem auch Schuhe anderer Marken eingeschickt werden können. Die Recyclingkosten übernimmt Vivobarefoot – als Dank erhalten Kundinnen und Kunden einen Rabattcode.
„Unsere Produkte sollen mehr zurückgeben, als sie der Umwelt entnehmen“, so Clark.
Im Geschäftsjahr 2024/2025 verkaufte Vivobarefoot weltweit über eine Million Paar Schuhe – ein Plus von 12 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz stieg auf rund 91,4 Mio. Pfund (etwa 105 Mio. Euro), was einem Zuwachs von fünf Prozent entspricht. Lieferengpässe und Verzögerungen bei Produkteinführungen zeigten laut dem Unternehmen aber, dass nachhaltiges Wirtschaften auch operative Herausforderungen mit sich bringt.
Clark betont: „Mit dem Bericht möchten wir beweisen, dass man wirtschaftlich erfolgreich sein kann und dabei nicht auf eine nachhaltige Produktion verzichten muss.“