Die Schließungen seien Teil eines Sanierungskonzeptes, erklärte Sanierungsverwalter Tobias Gisinger. Gemeinsam mit der Suche nach einem Investor sollen sie ein wirtschaftliches Überleben der Schuhhandelskette sicherstellen. Gespräche mit potenziellen Investoren laufen bereits.
In dem Insolvenzverfahren haben laut Medienberichten bisher 309 Gläubiger und die rund 240 Beschäftigten Forderungen im Ausmaß von 2,95 Mio. Euro angemeldet, anerkannt wurden davon 2,5 Mio. Euro. Bei der Eröffnung des Verfahrens beliefen sich die Passiva auf rund 10,2 Mio. Euro. Angeboten werde eine Quote von 20%, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Werde der vorgeschlagene Sanierungsplan angenommen, gehe das Unternehmen von 3,6 Mio. Euro an Verbindlichkeiten aus, die zu berücksichtigen seien, heißt es weiter.
Als Ursache für die Insolvenz hatte Geschäftsführer Christian Hahn im Januar den hohen Preis- und Wettbewerbsdruck im Schuheinzelhandel genannt. Für eine notwendige Umstrukturierung fehlte das Geld, auch die Gesellschafter könnten keine Mittel zur Verfügung stellen.