So wurde aus dem Blog ein Geschäftsmodell, mit dem mittlerweile vier Mitarbeitende bezahlt werden können. Das Portal lebt auf Basis von Affiliate Revenue, also den Provisionen, die ein Shop an Dead Stock abgibt, wenn eine Person auf die Shop-Seite weitergeleitet wird und den Schuh dann kauft. Auch mit Sneaker-Händlern arbeitet Dead Stock zusammen und gibt für jeden Schuh an, bei welchem der teilnehmenden Händler er zu kaufen ist. Darunter sind Szenegrößen wie 43einhalb, BSTN, Asphaltgold, Solebox oder Afew. So wirkt Dead Stock wie eine an die Sneakerwelt angepasste Version eines Marktplatzes.
Über die Provision hinaus arbeitet Dead Stock für Marketing-Aktionen mit Herstellern und Händlern zusammen. Die Hersteller liefern Musterexemplare, die auf der Seite vorgestellt werden. Die Arbeit mit ihnen ist finanziell rentabler als die mit den Stores, aber: „Die Shops sind flexibler, mit denen kann man Aktionen auch mal spontan per Whatsapp planen.“ So werden mit den Händlern In-Store-Events geplant und beworben, wie Blumenthal erzählt: „Man kann uns da als Media-Partner sehen.“ Für das Communitybuilding ist die Zusammenarbeit mit den Shops, die selbst nah an der Szene sind, also wertvoller. „Mit einigen Shops haben wir fast täglich Kontakt. Dann geben sich beide Seiten Mühe und man unterstützt sich gegenseitig.“