Vivobarefoot hat mit dem Unfinished Business Report einen integrierten Jahres- und Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2022/2023 vorgelegt, das am 1. Juni 2023 endete. Insgesamt lässt sich das Unternehmen nach wirtschaftlichen und nachhaltigen Gesichtspunkten nach 15 Metriken messen. Der Umsatz wurde von 49,3 Mio. Pfund (56,9 Mio. Euro) auf 73,3 Mio. Pfund (84,6 Mio. Euro) gesteigert. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich von 0,4 Mio. Pfund (0,46 Mio. Euro) auf 1,1 Mio. Pfund (1,3 Mio. Euro). Der B-Corp-Score, eine Bewertung der ökologischen und sozialen Standards eines Unternehmens, konnte von 113 auf 120 gesteigert werden. Besonders stark konnte Vivobarefoot seine Leadtime zwischen Order und Distribution senken. Im Geschäftsjahr 2022 lag sie bei durchschnittlich 232 Tagen lag, im Geschäftsjahr 2023 bei 142 Tagen.
Selbstkritisch zeigt sich das Unternehmen bei der Nutzung von vagen Begriffen, die Nachhaltigkeit suggerieren, jedoch wenig aussagen. Vivobarefoot bezeichnet seine Praktiken als Greenwashing, da in diesem Zeitraum Begriffe wie „öko-freundlich“ oder „aus natürlichen Materialien“ genutzt wurden, die entweder nicht klar definiert oder ungenau sind. So gibt es keine Definition für „Ökofreundlichkeit“ und da die Schuhe nicht vollständig aus natürlichen Materialien besteht, müsse klarer gekennzeichnet werden, welche Materialien natürlich sind und welche nicht. „Auch wenn wir darauf bauen, Pioniere im Bereich ’Regeneratives Wirtschaften‘ zu sein, sind wir noch lange nicht am Ziel. Deshalb heißt unser Jahresbericht auch ’Unfinished‘. Wir müssen noch nachhaltiger werden, und das können wir auch”, erklärt Gründer und CEO Gallahad Clark zu der Veröffentlichung.