Was Frank Hartmann von der European Shoeshow erwartet
Schuhmessen
Zum ersten Mal wird am 12. und 13. März die European Shoeshow in Köln ihre Pforten öffnen. schuhkurier sprach mit dem Verantwortlichen Frank Hartmann über Zahlen und Ziele.
02.03.2017
Michael Frantze
2 Minuten
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Herr Hartmann, wie viele Aussteller werden bei der ersten European Shoeshow (ESS) dabei sein?
Wir haben aktuell, zwei Wochen vor Veranstaltung, 243 Aussteller und Brands. Ein Ergebnis, welches unsere Erwartungen bei weitem übertrifft.
Die Veranstaltung heißt ’European‘… Wie international ist das Aussteller-Portfolio und wie viel Internationalität erwarten Sie beim Publikum?
Zunächst drückt das ’European‘ unser Ziel aus, die Schuhmesse zu internationaler Bedeutung zu führen. Zweitens signalisieren wir damit, dass alle willkommen sind, die Mitgliedschaft von Verbundgruppen oder Verbänden spielt keine Rolle. Auch international haben wir gemeinsam mit unseren Ausstellern eingeladen. So haben z.B. unsere Aussteller alle Einladungen in fünf Sprachen erhalten und machen davon auch regen Gebrauch. Und die Presse hat sehr fair in allen europäischen Staaten über das neue Projekt berichtet. Wir agieren unabhängig und fühlen uns insbesondere den kleineren und mittelgroßen Unternehmen verbunden, die die Messen besonders brauchen. Auf Ausstellerseite sind wir international schon auf einem guten Weg. Sie kommen aus 14 Ländern, davon 42% aus Deutschland, gefolgt von 21% Italien, 19% aus den Niederlanden und 7% aus Spanien. Die anderen 21% verteilen sich auf Portugal, Österreich, Belgien, Frankreich, Schweiz, Türkei, Tunesien, Luxemburg, Großbritannien und die USA. Auf Besucherseite setzen wir natürlich zunächst auf den deutschen Schuheinzelhandel sowie die Beneluxländer. Das zeigt sich dann auch bei den Vorregistrierungen, wo wir einen Auslandsanteil von 18% feststellen können. Internationalität stellt sich nicht von heute auf morgen ein, auch nicht per Proklamation oder als Erbteil, die muss Schritt für Schritt gemeinsam mit den Ausstellern entwickelt werden.
Wie würden Sie das inhaltliche Konzept der Messe beschreiben?
Aufgrund unseres Zeitrahmens Mitte März und Mitte September nach Riva, Berlin und Mailand können unsere Aussteller ausgereifte Kollektionen vorweisen und der Einzelhandel sein Sortiment mit Highlights abrunden. Die Modebilder sind durch die vorangegangenen Fashion-Events und Messen klarer, der Einzelhandel hat die Basics bereits geordert und kann sich nun auf deutlich modischere Ware bei weniger Risiko konzentrieren. Wir wollen mehr Sicherheit, mehr Individualität, mehr Mode und dadurch bessere Abverkaufsergebnisse. Daneben bietet der saisonnahe Termin auch noch gute Möglichkeiten für die Sofortorder, auf die sich einige Aussteller auch vorbereitet haben. Wir sind der Gegenentwurf zu den ’immer-früher-Messen‘.
Das vollständige Interview mit Frank Hartmann lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 9/2017.