Ende Februar kündigte der südbadische Öko-Versandhändler Waschbär an, sich in ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung zu begeben. Ein entsprechender Antrag wurde beim zuständigen Amtsgericht gestellt, heißt es laut Medienberichten vom Versender, der sich vor allem auf umweltschonende und sozialverträgliche Produkte in den Regionen Deutschland und den Niederlanden spezialisiert hat. Das Gericht bestellte Rechtsanwalt Dirk Pehl von der Kanzlei Schultze & Braun zum Sachwalter, Thorsten Schleich und seine Rechtsanwaltskanzlei Schleich & Partner unterstützen das Unternehmen.
In Zeiten von mehreren Kriegen und sich häufenden Negativ-Meldungen sei die Lage für alle herausfordernd. Nun arbeiten die verschiedenen Teams des Unternehmens unter „Hochdruck an unterschiedlichen Restrukturierungsmaßnahmen“, heißt es vom Unternehmen. „Unsere oberste Priorität ist es, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und tragfähige Zukunftsaussichten für unsere Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartner zu schaffen“, sagt Geschäftsführerin Katharina Hupfer. Man habe sich bewusst für die Eigenverwaltung entschieden, um die Sanierung selbstbestimmt zu steuern. „Die Fortführung des Geschäftsbetriebs ist sichergestellt“, kommentiert Thorsten Schleich. „In den kommenden Monaten werden wir die Sanierung vorantreiben und Unternehmensprozesse vereinfachen, um Waschbär zukunftsfähig aufzustellen.”