Die Gründung von Blusun fiel in eine Phase, in der das Barfußschuh-Segment allgemein stark an Bedeutung gewonnen hat. „Uns war klar, dass wir uns in ein Haifischbecken begeben. Als 2018 Groundies gegründet wurde, gab es weniger als 30 Mitbewerber. Mittlerweile sind es über 150 weltweit.“ Doch gleichzeitig ist das Thema damit auch bei mehr Menschen angekommen, die nicht Teil der leidenschaftlichen Barefoot-Community sind. „Bis 2024 waren die Kunden meist reine Barfußschuhträger, die zwischen den Marken gewechselt sind. Aber jetzt haben wir gemerkt, dass wir auch Menschen ansprechen sollten, die sonst nicht viel mit Barfußschuhen zu tun hatten.“ In der Branche hat vor allem die Offenbacher Messe Barefoot für einen größeren Stellenwert gesorgt. Sie habe aus dem Stand eine große Strahlkraft entwickelt mit vielen internationalen Händlern, Vertretern von Zulieferern und der ganzen Barefoot-Bubble an einem Ort. Und auch wenn es die Verantwortlichen skeptisch sahen, dort Schuhe an Endverbraucher zu verkaufen, gab es doch einige schöne Momente dank der anwesenden Konsumenten, wie Brindlmayer erzählt: „Wir hatten eine Kundin am Stand, die uns, die Gesichter hinter den Schuhen, persönlich kennenlernen wollte. Manche wollten auch Fotos mit uns machen. So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Dass es mit dem Rexor-Event in Mönchengladbach und der Barefoot gerade zwei Messen für Barfußschuhe gibt, findet Pfeffer gut: „Je mehr Messen stattfinden, desto mehr Sichtbarkeit bekommt das Thema. Ich bin ein Freund davon, dass es mehr Möglichkeiten gibt, sich zu zeigen. Es gibt Händler, die nach Offenbach fahren, aber nicht nach Mönchengladbach – und umgekehrt.“ Auch sonst ist Blusun vor allem auf Messen präsent und war diesen Winter auf den Verbundgruppen-Messen von ANWR und SABU sowie auf der Essenz.