"Inzwischen haben ja alle Lieferanten schon mal die Preise erhöht, manche sogar mehrmals. In den Kollektionen für Herbst/Winter 23 bleiben nun bei einigen Lieferanten die Preise stabil, bei anderen scheinen sie über den Markt hinauszuschießen. Wir lehnen Preiserhöhungen nicht pauschal ab, um auf Biegen und Brechen die Eckpreislage 99 Euro zu halten, sondern gehen differenziert damit um. So sind unserer Meinung 110 oder 119 Euro als Eckpreislage im Fachgeschäft grundsätzlich durchaus darstellbar, bei Kinderschuhen jedoch halten wir Preise über 100 Euro für sehr schwierig. Da wir aber auf jeden Fall an den klassischen Fachhandelsmarken festhalten wollen, werden wir unsere Kinderschuh-Lieferanten nun anders gewichten. Bei Damen hingegen dürften fünf bis zehn Euro im VK mehr nicht sehr problematisch sein. Wenn jedoch ein durchlaufender Artikel plötzlich 20 Euro teurer wird, dann steigen wir lieber auf ein vergleichbares Modell um. Höherpreisige Highlights werden wir uns auch weiterhin leisten, allerdings sollte unsere Preisobergrenze dabei nicht um mehr als 50 Euro überschritten werden. Insgesamt schauen wir uns die Preise sicherlich genauer an als in der Vergangenheit. Die Vororderquote werden wir um rund 10% herunterfahren, denn wir gehen davon aus, dass man bei den meisten Lieferanten nun wieder nachordern kann."
Ralf Niepmann|Schuhhaus Ostermann