Wie viele Styles werden die neuen Damen- und die Herrenkollektion schlussendlich umfassen?
Wir planen mit 80 SKUs jeweils für Damen und Herren, die wir zum Saisonstart in unseren SOCs präsentieren werden. Damit sind wir breit genug aufgestellt, um die wichtigen Themen kompetent zu zeigen, und überfrachten die Kollektionen nicht. Wir wissen inzwischen, was wir wollen und was nicht.
Ist Salamander in Bezug auf die Preislagen richtig positioniert?
Ja, davon bin ich überzeugt. In einem Bericht über die Sneakermesse Meetnbuy in schuhkurier war kürzlich zu lesen, dass der Sweetspot des Lifestyle-Sneakermarktes bei 120 Euro liegt. Das hat mir gut gefallen. Unser bester Schuh kostet 120 Euro und eben nicht 99. Natürlich ist es so: Wenn man vom Gardasee kommt, hat man das Gefühl, man müsse vielleicht noch mehr Schuhe für 99 Euro bringen. Aber wenn ich dann mit Fachhändlern spreche, signalisieren diese mir klar, sie brauchen nicht noch mehr Preislagen unter 100 Euro, sondern mehr im Bereich 120 Euro. Man muss immer aufpassen, dass der letzte Eindruck nicht als der einzig richtige gesehen wird. Ein vernünftiger Preisaufbau fängt für mich bei 100 Euro an und nicht darunter. Dann muss man über die richtige Gewichtung sprechen. Wie viele Modelle braucht man für 100 Euro, wie viele für 110 – auch eine Preislage, die ich nicht außer Acht lassen würde –, und wie viele für 120 oder 130? Das gilt für Salamander. Man muss den Markt differenziert betrachten – als Händler ebenso wie als Hersteller. Als Astormueller greifen wir mit Bugatti auch in niedrigeren Preislagen an und schreiben trotz des schwierigen Marktes gute Wachstumszahlen. In unseren Hauptkollektionen bewegen wir uns preislich in Richtung 100 Euro. Aber man muss berücksichtigen, dass sich die Haltung der Verbraucher zum Modekonsum verändert hat. Man fährt lieber in den Urlaub, anstatt für ein Paar Schuhe zu sparen.
Am Gardasee wurde die Frage diskutiert, ob man als Händler mehr in Einstiegspreislagen investieren sollte, um die zurückhaltenden Kunden besser anzusprechen.
Das muss jeder Händler für sich entscheiden. Aber man muss sich dann fragen: Welche Chancen habe ich als Fachhändler in diesem Segment? In welchem Wettbewerb bewege ich mich? Kann man da überhaupt mitmischen, und wie sieht mein Profil dann aus?