Dem „Ebay Digital Density Report“ zufolge verkaufen kleinere Ebay-Händlerinnen und -Händler in strukturschwachen und ländlichen Regionen Deutschlands erfolgreicher über Onlinemöglichkeiten als in großen Ballungszentren. Für die Studie vergleicht Ebay das Pro-Kopf-BIP eines Landkreises mit der Anzahl von Ebay-Händlern und ihrem jeweiligen Pro-Kopf-Absatz in dem jeweiligen Landkreis. Dies ergebe die „digitale Dichte“, nach der die Onlineplattform die Studie gebildet hat.
Vor allem in dünner besiedelten Regionen nimmt der Handel Online-Absatzchancen wahr. Die 20 Regionen mit der höchsten digitalen Dichte liegen in Sachen Pro-Kopf-BIP rund 20% unter dem Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig gilt die Hälfte dieser Regionen zu den am dünnsten besiedelten Landkreisen Deutschlands. Auch kommt es bei kleineren und lokalen Händlern häufiger zu Exportmöglichkeiten. So stieg die Exportquote bei Kleinunternehmen auf 95,9%, während sie bei traditionellen Unternehmen bei 10,5% liegt. Dadurch ist es kleineren Händlern möglich, den Kundenkreis auch über Deutschland hinaus und in bis zu 16 Märkte zu erweitern. Die drei führenden Städte sind die bayerische Stadt Neustadt an der Waldnaab, Frankfurt an der Oder sowie Görlitz in Sachsen. „Hinsichtlich Wohlstand und Kaufkraft gibt es innerhalb Deutschlands massive regionale Unterschiede, die insbesondere strukturschwache Regionen vor Herausforderungen stellen“, ergänzt Oliver Klinck, Geschäftsführer von Ebay Deutschland. „Die nun ermittelten Zahlen zeigen aber, dass es hier Chancen gibt: Kleine Handelsunternehmen, die auch auf den Onlinehandel setzen, schaffen sich damit digitale Verkaufsmöglichkeiten unabhängig von den strukturellen Gegebenheiten vor Ort.“ Und weiter: „Kleine Unternehmen können in jeder Region erfolgreich sein, wenn ihnen ein Marktplatz mit gleichen Wettbewerbsbedingungen zur Verfügung steht und politisch dafür die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.“