Die Verhandlungen über einen Sozialplan für das zur Schließung vorgesehene Zalando-Logistikzentrum in Erfurt sind ohne Ergebnis beendet worden. Nach Angaben der dpa Thüringen brach der Betriebsrat die Gespräche am 20. Juni 2026 ab, weil die Vorstellungen beider Seiten zu weit auseinanderlagen.
Im Mittelpunkt stehen finanzielle Leistungen für die betroffenen Beschäftigten. Nach Angaben des Betriebsrats sieht Zalando für den Sozialplan ein Volumen von rund 30 Millionen Euro vor. Die Arbeitnehmervertretung hält dagegen etwa 100 Mio. Euro für notwendig. Der Sozialplan soll unter anderem Abfindungen und weitere Ausgleichsleistungen regeln.
Die Gespräche werden nun in einer Einigungsstelle unter neutralem Vorsitz fortgesetzt. Ein erster Termin ist für den 23. Juni vorgesehen, ein weiterer für den 9. Juli. Parallel verhandeln beide Seiten über einen Interessenausgleich, der organisatorische Fragen rund um die Schließung betrifft. Nach Angaben eines Zalando-Sprechers seien dabei bereits Fortschritte erzielt worden.
Zalando hatte im Januar angekündigt, den Standort in Erfurt bis zum 30. September 2026 zu schließen. Damals waren dort rund 2.700 Menschen beschäftigt. Aktuell geht es laut dpa noch um etwa 2.000 Arbeitsplätze. Das Unternehmen hält dem Bericht zufolge am vorgesehenen Schließungstermin fest.