Der US-Branchenverband Footwear Distributors and Retailers of America (FDRA) hat den Verbraucherpreisindex (CPI) für den Monat Juli zum Anlass genommen, auf die anhaltende Kostenbelastung amerikanischer Familien während der Back-to-School-Saison hinzuweisen. Inflation und höhere Zölle verteuerten die Kosten entlang der gesamten Lieferkette im Schuhbereich.
Die Verbraucherpreise sind im Juli erneut gestiegen – bereits den 64. Monat in Folge liegt die Inflation über dem Zwei-Prozent-Ziel der US-Notenbank Federal Reserve. Die Schuhpreise legten im Vorjahresvergleich den achten Monat in Folge zu. Bei Damenschuhen fiel der Anstieg so kräftig aus wie kaum ein Mal in den vergangenen knapp vier Jahren. Die aktuellen Daten bestärken die Sorge, dass sich der Preisdruck in der Lieferkette weiter aufbaut, auch wenn sich einzelne Inputkosten allmählich stabilisieren.
„Familien haben bereits mit höheren Kosten für Wohnen, Lebensmittel und andere Notwendigkeiten zu kämpfen, und jetzt spüren sie diesen Druck auch beim Kauf von Schuhen für den Schulanfang“, sagt Matt Priest, CEO der FDRA. „Die Juli-Zahlen zeigen, dass die Schuhpreise weiter steigen, wobei einige Kategorien die stärksten Preiserhöhungen seit Jahren verzeichnen. Die Schuhunternehmen haben hart daran gearbeitet, die steigenden Kosten aufzufangen, aber die Zölle machen das zunehmend schwierig.“
Während die Zölle auf Konsumgüter im Schnitt bei gut 2 % liegen, betragen sie bei Schuhen mehr als 12 %. Bei einigen Kinderschuhen können sie fast 50 % erreichen – noch bevor zusätzliche Zölle greifen. Insgesamt zahlen US-Schuhunternehmen jährlich mehr als fünf Milliarden US-Dollar an Zöllen an die Bundesregierung.