Die 60. Generalversammlung der Zusa – unabhängige Schuhhändler – stand unter dem Zeichen zahlreicher Herausforderungen im Schuhmarkt wie auch der Eröffnung der neuen Zentrale in Mägenwil (CH). Mit zahlreichen Projekten startet die Zusa in die Zukunft.
03.06.2016
Fabrice Müller
3 Minuten
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Was beschäftigt den Schweizer Schuhdetailhandel? Die Schliessung der Bata- Filialen und zahlreichen Geschäften von Pasito gehören laut Christoph Romang, Präsident der Einkaufsgenossenschaft Zusa – unabhängige Schuhhändler – , ebenso zu den grossen Veränderungen und Herausforderungen wie der zunehmende Online-Handel und die Vertikalisierung des Schuhmarktes (siehe auch Interview). Hinzu kommt, dass größere Warenhäuser immer öfters eigene Schuhabteilungen schaffen.
Die Zusa reagiere mit unterschiedlichen Massnahmen darauf – zum Beispiel über neue Kooperationen mit anderen Organisationen; erste Gespräche haben bereits stattgefunden. Christoph Romang rief die Zusa-Mitglieder an der 60. Generalversammlung zudem dazu auf, neue Ideen im Nischenmarkt zu suchen und vermehrt auf nachhaltige Produkte sowie Regionalität zu setzen. „Nur so können wir uns von Billiganbietern, Online-Handel und gegenüber der Vertikalisierung durch Produzenten abheben“, zeigte sich der Zusa-Präsident überzeugt.
Fachlehrgang und Trend-Information
Abheben möchten sich die 82 Mitgliedsgeschäfte der Zusa auch über die Qualität der Beratung. Deshalb setzt die Einkaufsgenossenschaft stark auf die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitglieder. Eine feste Größe im Ausbildungsangebot der Zusa ist der Fachlehrgang für Lernende und Quereinsteigerinnen. Hier konnte Bernhard Jaussi als neuer Referent gewonnen werden. Im März und September bietet die Zusa für ihre Mitglieder Workshops mit der Imageberaterin Marlise Brogli an, die über die neuesten Modetrends informiert. Gleichzeitig gibt die ehemalige Zusa- Mitarbeiterin wertvolle Tipps, wie sich dieses Wissen im Verkaufsalltag umsetzen lässt.
Mystery-Shopping mit „Best Service Award“
Seit 2007 führt die Zusa in Zusammenarbeit mit einer Kommunikationsagentur alle drei Jahre Mystery-Shopping-Tests durch. Die beauftragten Testpersonen konzentrieren sich bei ihren Besuchen in den Zusa-Geschäften unter anderem darauf, wie sie im Geschäft empfangen werden, wie die Bedarfsermittlung verläuft oder was für einen Gesamteindruck das Personal und Geschäft bei ihnen hinterlassen. Wie Zusa-Geschäftsführer Hansjörg Egli informierte, erhalten jene Geschäfte, die beim Mystery-Shopping 80 Prozent der definierten Ziele erreichen, den „Best Service Award“. Diese Auszeichnung lasse sich als wertvolles Marketinginstrument einsetzen.
Spannende Marketingaktivitäten
Die erfolgreiche Zusa-eigene Prospektserie mit ausgewählten Angeboten von Partnerproduzenten wird auch dieses Jahr fortgesetzt. Für die Frühling- und Sommersaison 2017 ist laut Hansjörg Egli ein sechsseitiger Herrenschuhprospekt geplant, ergänzt durch Plakate, Kundenstopper, Anzeigenvorlagen und einem PR- 1 Bericht. In Zusammenarbeit mit Lowa realisiert die ZUSA ebenfalls für die Frühling- und Sommersaison 2017 einen gemeinsamen Prospekt, in dem fünf Modelle vorgestellt werden und sich auch das Mitgliedsgeschäft präsentieren kann. Als Unterstützung zur Kundengewinnung und Kundenbindung hat die Zusa-Mitarbeiterin und Marketingfachfrau Xenia Heiden ein Marketingkonzept erarbeitet, das den Mitgliedern als Werkzeug für die Präsenz an regionalen Sportanlässen dienen soll. „Schuhgeschäfte als Eventpartner an Sportanlässen sprechen sportbegeisterte Leute an und wecken Emotionen“, warb Xenia Heiden für ihre Idee. Eine weitere Dienstleistung für die Genossenschafter ist die Möglichkeit, das Gerüst der neuen Website der Zusa für den firmeneigenen Internetauftritt zu nutzen.
Bauprojekt erfolgreich abgeschlossen
Zum 60. Geburtstag der Zusa machte sich die Einkaufsgenossenschaft mit der Eröffnung des Wohnparks „Steinmühle“ gleich neben der bisherigen Zentrale in Mägenwil selber ein Geburtstagsgeschenk. Auf dem erworbenen Grundstück entstanden in den letzten fünf Jahren zwei Mehrfamilienhäuser mit 16 Eigentumswohnungen sowie ein Wohn- und Geschäftshaus mit zehn Mietwohnungen, einem Gewerberaum sowie der neuen Zusa-Zentrale. Das gleich daneben liegende bestehende Zusa-Haus soll fremdvermietet werden. Künftig finden die Einkaufstage für die Zusa-Mitglieder nicht mehr in Mägenwil, sondern im fom („fasion order mall“) in Spreitenbach statt. Hansjörg Egli rief die Mitglieder dazu auf, die für die Zusa vorgesehenen Zeiten zu nutzen und bei den Ausstellern Präsenz zu zeigen. Die bisherige Hauskollektion werde wie gewohnt beibehalten.