Erfolgreiche Präsenz in Düsseldorf und Mailand
Ein gutes Stimmungsbarometer ist die Präsenz spanischer Firmen und Marken auf der größten Messe der Branche, der Micam, die zweimal jährlich in Mailand stattfindet. Immerhin war Spanien dort vergangenen September mit rund 120 Marken und 100 Ausstellern vertreten, deren Zahl gegenüber der letzten Ausgabe der Micam um 45% zugenommen hat. „Dieser Zuwachs an Ausstellern zeigt deutlich, dass die spanischen Schuhproduzenten auf Internationalisierung und die Expansion ihres Exportgeschäftes setzen“, so Imanol Martínez, der die Förderkampagne der spanischen Schuhe auf der Micam koordiniert.
Unter dem Motto „Shoes from Spain“ wird auf jeder Ausgabe der Micam sowohl on- als auch offline ein umfangreiches Aktionspaket umgesetzt, das zum Ziel hat, die spanischen Hersteller und ihre Produkte auf der Messe noch stärker hervorzuheben und besser sichtbar zu machen. Dennoch sind die Erwartungen für 2023 angesichts der Inflation und Kaufkraftverluste der Konsumenten, der explodierenden Energie- und Rohstoffkosten, des Krieges in der Ukraine und des Wegfalls des russischen Marktes eher verhalten: „Nach zwei Jahren Pandemie und Ausgangssperren ist 2022 mit guten Umsätzen im vergangen Frühjahr und Sommer gut angelaufen. Auf der Shoes in Düsseldorf im August und der Micam im September wurden unsere Erwartungen bezüglich Einkäufe der Einzelhändler der Frühjahr/Sommer-kollektion 2023 zwar übertroffen, aber viele Retailer treten jetzt schon wieder auf die Bremse und für den Winter zeichnen sich erneut Wolken am Himmel ab“, so Martínez. „Kaum haben wir nach Covid-19 die schlimmste Zeit hinter uns gelassen, zieht mit der Energiekrise und der Inflation der nächste Sturm auf und wir kommen möglicherweise vom Regen in die Traufe. Mehr als 40% der Verbraucher in Europa haben ihre Ausgaben für Mode und Gastronomie reduziert und 38% planen, diese in nächster Zeit noch zu kürzen.“