Der Handelsverband Baden-Württemberg hat die neue Landesregierung zum Start der Legislaturperiode beglückwünscht und zugleich klare Erwartungen formuliert. Aus Sicht des Verbands komme es nun darauf an, die im Koalitionsvertrag angekündigten Vorhaben zügig umzusetzen und konkrete Verbesserungen für Wirtschaft, Handel und Innenstädte zu erreichen.
„Jetzt ist der Moment, Verantwortung zu übernehmen – und ins Handeln zu kommen“, erklärt Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg. „Die Herausforderungen für Wirtschaft, Handel und Innenstädte sind groß. Deshalb dürfen wichtige Themen nicht länger aufgeschoben werden.“
Ein zentraler Punkt ist aus Sicht des Handels der Bürokratieabbau. Unternehmen benötigten spürbare Entlastungen sowie verlässliche Rahmenbedingungen im unternehmerischen Alltag. Positiv bewertet der Verband die geplanten Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts sowie die Fortführung des Förderprogramms „Handel 2030“.
Gleichzeitig fordert der Verband zusätzliche Impulse über die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag hinaus. Insbesondere die Stärkung des stationären Handels und der Innenstädte müsse weiter vorangetrieben werden. „Unsere Innenstädte leben von einem starken Einzelhandel – und der braucht Rückenwind statt zusätzlicher Belastungen“, so Hagmann. „Eine Ausweitung der verkaufsoffenen Sonntage wäre beispielsweise ein unkomplizierter, kostenneutraler Schritt mit direkter Wirkung für Frequenz und Attraktivität der Innenstädte. Auch weitere Förderungen sind unerlässlich.“
Abschließend appelliert der Handelsverband an die Politik, die wirtschaftspolitischen Herausforderungen pragmatisch und zügig anzugehen: „Jetzt gilt: anpacken, umsetzen und gemeinsam Zukunft gestalten“.