Der Handelsverband Baden-Württemberg begrüßt die parteiübergreifende Einigkeit im Stuttgarter Landtag, die wirtschaftlichen Herausforderungen entschlossen anzugehen. Sowohl die Regierungserklärung von Ministerpräsident Cem Özdemir als auch die anschließende Aussprache hätten deutlich gemacht, dass Handlungsbedarf besteht.
„Es ist ein wichtiges Signal, dass über Fraktionsgrenzen hinweg Einigkeit darüber besteht, dass Wirtschaft und Arbeitsplätze jetzt dringend unterstützt werden müssen“, erklärt Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg. „Diese gemeinsame Haltung begrüßen wir ausdrücklich. Jetzt kommt es aber darauf an, dass daraus schnell konkrete und spürbare Entlastungen für Unternehmen entstehen.“
Besonders beim Bürokratieabbau erwartet der Verband nun rasche Fortschritte und praxisnahe Lösungen. Viele Handelsunternehmen stünden weiterhin unter erheblichem Druck und seien auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen.
Darüber hinaus sieht der Verband Nachholbedarf bei der Stärkung der Innenstädte. Gefordert werden zusätzliche Investitionshilfen für den stationären Handel sowie eine Öffnung bestehender Förderprogramme. „Unsere Innenstädte sind die Lebensadern unserer Gesellschaft – und sie brauchen jetzt gezielte finanzielle Unterstützung“, so Hagmann. „Dazu gehören Investitionshilfen ebenso wie pragmatische Erleichterungen für den Handel.“
Als kurzfristig umsetzbare Maßnahme bringt der Verband auch Anpassungen bei verkaufsoffenen Sonntagen ins Spiel. Künftig sollen vier statt bislang drei Termine pro Jahr möglich sein, zudem wird eine Ausweitung der Öffnungsdauer von fünf auf sechs Stunden vorgeschlagen. Gleichzeitig fordert der Verband vereinfachte Genehmigungsverfahren, um den bürokratischen Aufwand zu reduzieren.
Aus Sicht des Handels kommt es nun darauf an, dass den politischen Ankündigungen schnell konkrete Schritte folgen. „Die Einigkeit im Landtag ist eine gute Grundlage – jetzt müssen schnell sichtbare Ergebnisse folgen, die Wirtschaft und Handel wirksam entlasten“, betont Hagmann.